Cassis Ignazio · Bundesrat · 2022-03-10
Cassis Ignazio · Bundesrat · Tessin · 2022-03-10
Wortprotokoll
Die Schweiz setzt sich weltweit für gute Haftbedingungen ein. Zu ihrem Engagement in der Folterprävention gehört auch die Unterstützung von internationalen Überwachungsmechanismen, unter anderem des Comité européen pour la prévention de la torture (CPT). Die Einschätzungen und Empfehlungen des CPT fliessen in die Menschenrechtsaktivitäten der Schweiz ein.
La Suisse entretient avec la Turquie un dialogue ouvert, critique, constructif, sur les droits de l'homme et l'Etat de droit, dans le cadre duquel est également abordé le sujet des conditions de détention. Au sein du Conseil de l'Europe, la Suisse rappelle régulièrement à la Turquie ses obligations internationales en matière de respect des droits de l'homme et de l'Etat de droit.
Dans le cadre de l'examen périodique universel de la Turquie effectué par le Conseil des droits de l'homme des Nations Unies en 2020, la Suisse a formulé une recommandation sur la prévention de la torture et sur la surveillance des lieux de détention. Elle soutient également un projet du Conseil de l'Europe visant à renforcer les commissions civiles de surveillance des prisons en Turquie.
Das CPT hat im Bericht zum Besuch in der Türkei von 2019 festgehalten, dass die Häftlinge der besuchten Anstalt generell korrekt behandelt worden seien, dies insbesondere auch in Bezug auf die medizinische Versorgung. Der Bericht beanstandete jedoch die mangelnde Möglichkeit der Gefangenen, einen regelmässigen Kontakt mit Familie und Anwälten zu pflegen. Das CPT forderte die türkischen Behörden auf, Besuche auf Wunsch der Gefangenen zu ermöglichen. Die Schweiz unterstützt diese Empfehlung. Der Einsatz der Schweiz für die Einhaltung des Verbots von Folter und[NB]Misshandlung ist ein Schwerpunkt der Leitlinien Menschenrechte 2021-2024 des EDA. Der Bundesrat erachtet das bisherige starke Engagement der Schweiz im multilateralen Rahmen als zielführender, um zur Verbesserung der Haftbedingungen in der Türkei beizutragen.
Aus diesem Grund beantragt der Bundesrat die Ablehnung der Motion.