Keller-Sutter Karin · Bundesrat · 2022-03-14
Keller-Sutter Karin · Bundesrat · St. Gallen · 2022-03-14
Wortprotokoll
Es wurde jetzt sehr vieles gesagt. Der Bundesrat teilt die Meinung des Motionärs, dass uns die Alzheimerkrankheit in gesellschaftlicher, gesundheitspolitischer und wirtschaftlicher Hinsicht vor grosse Herausforderungen stellen wird. Das haben auch Frau Ständerätin Graf und Herr Ständerat Sommaruga zu Recht ausgeführt. Aber, Herr Noser hat darauf hingewiesen, es geht in dieser Motion eigentlich um den Prozess, und diesen Prozess hat Frau Ständerätin Chassot wirklich detailliert und sehr zutreffend beschrieben.
Ich möchte darauf hinweisen, dass der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung bereits einige Projekte zum Thema Alzheimer bewilligt hat. Die Schweiz nimmt auch bereits an verschiedenen internationalen Initiativen und Programmen teil, die Fragen zum Thema Demenz untersuchen und zu beantworten versuchen. Das Thema wird somit bereits heute auf verschiedenen Ebenen in nationaler und internationaler Zusammenarbeit erforscht.
Sie haben gehört - Frau Ständerätin Chassot hat darauf hingewiesen -, dass die nationalen Forschungsprogramme in einem Bottom-up-Prozess lanciert werden, d. h., für jeden neuen Zyklus werden die interessierten Kreise aufgefordert, Themenvorschläge zu machen. Auch Einzelpersonen können Themenvorschläge einreichen. Dann gibt es im WBF eine Analyse, eine Priorisierung der Vorschläge, die eingereicht wurden, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachstellen, und dann entscheidet der Bundesrat, gestützt auf die Analysen und die Empfehlungen der Fachleute, über ein neues nationales Forschungsprogramm.
Wie Sie wissen, läuft seit Ende Januar eine solche Ausschreibung für ein neues nationales Forschungsprogramm, und das Thema der Alzheimerkrankheit kann in diesem Rahmen vorgeschlagen werden. Das ist, wenn ich es richtig im Kopf habe, bis Ende März möglich.
Ich möchte Sie deshalb, auch namens des Bundesrates, bitten, auf diese Motion zu verzichten.