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Hefti Thomas · Ständerat · 2022-03-18

Hefti Thomas · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion · 2022-03-18

Wortprotokoll

Ich eröffne die letzte Sitzung der Frühjahrssession 2022 und danke der Ratssekretärin, Frau Buol, für die Unterstützung, die wir auch während dieser Session von Ihnen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdienste erfahren durften.

Wir kommen zur Verabschiedung von zwei langjährigen Mitarbeitern der Parlamentsdienste.

Nach über dreissig Jahren Tätigkeit im Bundeshaus wird Herr Daniel Zehnder Ende April altershalber die Parlamentsdienste verlassen.

Herr Zehnder nahm seine Tätigkeit in diesem Haus 1991 als wissenschaftlicher Beamter und ab 1994 als wissenschaftlicher Adjunkt auf. Seit 2003 war er als Delegationssekretär tätig. Er war mehr als 19 Jahre Sekretär der Europaratsdelegation, und, ob Zufall oder nicht, seinen letzten Arbeitstag wird Herr Zehnder am 29. April in Strassburg an der zweiten Teilsession der Parlamentarischen Versammlung des Europarates verbringen. Den 73. Gründungstag des Europarates am 5. Mai und den 59. Jahrestag des Schweizer Beitritts zum Europarat am 6. Mai wird Herr Zehnder dieses Jahr aber in Ruhe im Kreise seiner Familie begehen können.

Von 2003 bis 2017 war Herr Zehnder Sekretär der Schweizer Delegation bei der Interparlamentarischen Union (IPU). 2011 leistete er einen wesentlichen Beitrag zur Organisation und Durchführung der 125. Versammlung der IPU in Bern. Mit über 1400 Teilnehmern aus 140 Ländern war es die grösste internationale Veranstaltung in der Geschichte der Bundesversammlung. Die Eröffnungsfeier dieser Veranstaltung fand in Anwesenheit des damaligen UNO-Generalsekretärs Ban Ki-moon im Parlamentsgebäude statt. Um diese Feier etwas aufzulockern, hatte Herr Zehnder die Idee, eine Diskothek inklusive Cocktailbar beim Besuchereingang des Parlamentsgebäudes einzurichten. Mit exotischen Cocktails und Tanz wurde die 125. IPU-Versammlung grandios eröffnet.

Als diplomierter Sinologe hatte Herr Daniel Zehnder früh sein Interesse für die chinesische Kultur und Sprache manifestiert. So arbeitete er Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre als Deutschlehrer an der Universität von Kunming in China. Im Rahmen einer Jobrotation mit dem EDA war er von 2000 bis 2002 zudem als diplomatischer Berater auf der Schweizer Botschaft in Peking tätig. Bei offiziellen Besuchen von parlamentarischen Delegationen aus China in Bern war Herr Zehnder meistens anwesend und brillierte mehrmals mit einer Bundeshausführung in der Muttersprache der Gäste.

Lieber Herr Zehnder, vielen Dank für Ihr grosses Engagement für die Bundesversammlung und für Ihren Beitrag zur Förderung der parlamentarischen Diplomatie. Im Namen unseres Rates wünsche ich Ihnen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und vor allem gute Gesundheit! (Grosser Beifall; der Präsident überreicht Herrn Zehnder ein Geschenk)

Herr Pascal Adam wird Ende Mai nach über dreissig Dienstjahren bei den Parlamentsdiensten in Pension gehen. Seine Erstausbildung als Elektromonteur schloss er 1980 ab. Mit zwei Jahren Berufserfahrung in der Tasche trat er 1982 in den Bundesdienst ein. Eigentlich können wir Herrn Adam heute für vierzig Jahre Einsatz zugunsten der Bundesverwaltung danken.

In die Parlamentsdienste eingetreten ist Herr Adam im April 1991. Er startete als "Fachbeamter EDV" im Informatikdienst, welcher damals noch in den Kinderschuhen steckte. 1999 erfolgte die Beförderung zum stellvertretenden Leiter des Informatikdienstes, und man höre: Die damals für Personalfragen zuständige Bundeskanzlei lehnte eine zusätzliche Lohnklasse ab! Die Begründung lautete: Sie nehme zur Kenntnis, dass die Arbeitslast stetig zunehme, weil immer mehr Server zu betreuen seien; diese Begründung rechtfertige jedoch keine zusätzliche Lohnklasse.

Seine heutige Funktion als IT-Sicherheitsbeauftragter übernahm Herr Adam vor zwölf Jahren. Diese anspruchsvolle Aufgabe nahm er sehr engagiert und erfolgreich wahr. Um den wachsenden Ansprüchen an die IT-Sicherheit gerecht zu werden, bildete Herr Adam nicht nur sich ständig weiter. Seit 1997 unterrichtet er auch als Dozent für Systementwicklung, Netzwerke und Kommunikation an einer höheren Fachschule. Das Netzwerken geht bei Herrn Adam weit über das Technische hinaus. Seine vielen Kontakte in der Bundesverwaltung und ausserhalb wusste er geschickt zugunsten der Parlamentsdienste zu nutzen.

Pascal Adam ist sehr vielfältig interessiert. So lernte er zum Beispiel das Programmieren. Ob es Zufall war, dass er sich für die Programmiersprache Pascal entschied? Er bildete sich auch in Risikomanagement und interner Revision weiter. Sein zentrales Anliegen blieb die IT-Sicherheit. Mit viel Engagement rief er die Sicherheitskampagne "iguard" ins Leben, welche jedes Jahr mit Aktionen alle Mitarbeitenden der Parlamentsdienste zu einem Schwerpunktthema in IT-Sicherheit sensibilisiert. Und Sie, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, erinnern sich bestimmt an Herrn Adams Sicherheitstankstelle, bei der Sie Ihre Computer auf Herz und Nieren prüfen lassen konnten.

Wir wünschen Herrn Pascal Adam für die Zukunft alles Gute und viel Zeit und Energie für den neuen Lebensabschnitt! (Grosser Beifall; der Präsident überreicht Herrn Adam ein Geschenk) [PAGE 249]