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preparatory:AB 305259

Bäumle Martin · Nationalrat · Zürich · Grünliberale Fraktion · 2022-09-13

Wortprotokoll

Eigentlich sprengt diese Frage den Rahmen der Debatte, aber ich gebe Ihnen trotzdem eine kurze Antwort. Über Jahre waren die Strompreise sehr tief. Wenn damals die EKZ und andere Versorger bei der Axpo den teuren Strom zu "Gestehungskosten plus" eingekauft hätten, wären wir von den[NB]Konsumenten,[NB]vom[NB]Gewerbe und von allen massakriert worden. Also mussten wir in den Markt gehen. Im umgekehrten Fall ist man jetzt weiter im Markt geblieben - zum Teil, nicht vollständig -, und damit sind die Preise jetzt auch höher.

Aber genau dieses Thema werden wir diskutieren müssen: Ist es der Weisheit letzter Schluss, dass wir in Tiefzinsphasen die Axpo fast in Konkurs gehen lassen, um tiefe Strompreise zu haben, und dass wir dann in Hochpreisphasen über hohe Strompreise jammern und die Axpo trotz der hohen Preise keinen grossen Gewinn machen kann, weil sie sich absichern muss, da sie ja nicht weiss, wie sich die Preise entwickeln? Wir werden lernen müssen, den Markt anders zu designen, [PAGE 1404] auch wenn wir ihn nicht komplett umwerfen müssen. Aber hier haben wir Lehren zu ziehen, das ist ganz klar. Und da hatte weder Links noch Rechts komplett recht oder lag komplett falsch.