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Müller Damian · Ständerat · 2022-09-19

Müller Damian · Ständerat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion · 2022-09-19

Wortprotokoll

Die parlamentarische Initiative verlangt gesetzliche Grundlagen, die dem Bundesrat die Kompetenzen geben, gegen hochrangige ausländische Politikerinnen und Politiker, die schwere Menschenrechtsverbrechen begangen haben oder an schweren Korruptionsfällen beteiligt sind, Konto- sowie Reisesperren zu verhängen. Ohne durch den UNO-Sicherheitsrat oder die EU beschlossene Sanktionen habe die Schweiz aussenpolitisch kaum Möglichkeiten, auf gravierende Ereignisse zu reagieren. Mit der Einführung von klar definierten, gezielten Sanktionen könne diesem Mangel Abhilfe geschaffen werden.

Die parlamentarische Initiative hat eine längere Geschichte. Die APK-N hat sie am 18. Januar 2021 ein erstes Mal vorberaten und ihr mit 13 zu 8 Stimmen bei 3 Enthaltungen Folge gegeben. Am 16. April 2021 hat die APK-S mit 7 zu 5 Stimmen beschlossen, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben. In der Sommersession hat der Nationalrat der parlamentarischen Initiative dann mit 104 zu 74 Stimmen bei 5 Enthaltungen Folge gegeben. Nun ist es an uns, zu entscheiden, ob wir der parlamentarischen Initiative Folge geben oder nicht. Bei einem Ja zum Antrag auf Folgegeben würde die parlamentarische Initiative zur Ausarbeitung eines Entwurfes an die Kommission des Erstrates, an die APK-N, überwiesen. Bei einem Nein wäre das Geschäft erledigt.

Am 16. August 2022 haben wir die Beratung der vorliegenden parlamentarischen Initiative in Angriff genommen. Nach einer kurzen Diskussion haben wir mit 7 zu 6 Stimmen entschieden, die Beschlussfassung auf die Sitzung vom 5. September [PAGE 761] 2022 zu verschieben. Der Hauptgrund bestand darin, dass wir den Entscheid zur letzten Differenz zum Embargogesetz abwarten wollten. Inhaltlich hat sich nichts geändert. Wir haben vorhin bei der Beratung des Embargogesetzes verneint, dass es eine Rechtsgrundlage für eigenständige Sanktionen geben soll. Vor diesem Hintergrund macht es jetzt keinen Sinn, dieser parlamentarischen Initiative Folge zu geben.

Die Kommission beantragt mit 10 zu 3 Stimmen, der parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben. Eine Minderheit Jositsch beantragt, der Initiative Folge zu geben. Ich bitte Sie, der Mehrheit zu folgen. Ich gehe davon aus, dass diejenigen, welche sich vorhin bereits beim Embargogesetz geäussert haben, dies nicht mehr tun. Deshalb können wir es kurz machen.

Ich bitte Sie, mit der Mehrheit zu stimmen.

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