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Sommaruga Simonetta · Bundesrat · 2022-09-26

Sommaruga Simonetta · Bundesrat · Bern · 2022-09-26

Wortprotokoll

Unterhalb der Alpenrandseen sind an Aare, Reuss, Limmat und Rhein verschiedenste Laufwasserkraftwerke vorhanden. Durch ein Halten des Sommerpegels könnte Wasser in den Alpenrandseen zurückgehalten und im Bedarfsfall in diesen Laufkraftwerken genutzt werden. Der Unterschied der Wassermenge in den Seen zwischen dem regulären Sommerpegel und dem Winterpegel entspricht einer Energiemenge von etwa 70 bis 100 Gigawattstunden bis Basel.

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Seepegel entsprechend der Jahreszeit bereits am Sinken sind. Die meisten Alpenrandseen, z. B. der Thunersee und der Brienzersee oder der Zürichsee, werden heute gemäss verbindlichen Reglementen reguliert. Von diesen müsste abgewichen werden. Dazu bräuchte es das Einverständnis der betroffenen Kantone, und das Zusammenspiel mit dem Notrecht müsste geklärt werden.

Die Regulierung sieht im Sommer höhere und im Winter tiefere Seestände vor. Weil im Frühling die Schneeschmelze zusätzlich Wasser bringt, braucht es in dieser Jahreszeit die tieferen Seestände, um die Hochwassergefahr zu reduzieren. Der Verzicht auf eine Winterabsenkung erhöht demnach die Hochwassergefahr. Die Festlegung des zulässigen Winterpegels muss sich deshalb zwingend auf eine Abwägung der Risiken stützen. [PAGE 1679]

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