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Hämmerle Andrea · Nationalrat · 2003-03-05

Hämmerle Andrea · Nationalrat · Graubünden · Sozialdemokratische Fraktion · 2003-03-05

Wortprotokoll

Die Versicherungsfrage ist bei den Atomkraftwerken eine besonders schwierige Frage. Sie ist in diesem Bereich auch absolut ungenügend geregelt. Wir wissen es: Die möglichen Schäden, die bei einem grossen Unfall in einem Atomkraftwerk entstehen können, betragen viele Zigmilliarden Franken, vielleicht über 100 Milliarden Franken. Allerdings ist die Eintretenswahrscheinlichkeit nicht sehr gross. Aber wenn der Schaden eintritt, ist er unglaublich gross.

Nun haben wir eine Versicherungsdeckung von vielleicht 1 oder 2 Milliarden Franken. Diese Diskrepanz ist enorm und ist eigentlich unerträglich. Der internationale Versicherungsmarkt ist nicht bereit, AKW-Risiken adäquat abzudecken. Diese Tatsache zeigt für mich, viel mehr als jede Kritik von Umweltorganisationen, dass die AKW mit unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft nicht kompatibel sind.

Immerhin: Mindestens die höchstmögliche Versicherungsdeckung für AKW-Schäden sollten wir im Gesetz doch vorschreiben. Es wäre absurd, wenn wir eine Versicherungsdeckung verlangen würden, die nicht die höchstmögliche wäre. Das ist, was die Minderheit Teuscher zusammen mit dem Nationalrat verlangt.

Ich bitte Sie, an unserem Beschluss festzuhalten.