Glarner Andreas · Nationalrat · 2022-09-27
Glarner Andreas · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2022-09-27
Wortprotokoll
Die SVP verkennt keineswegs, dass es gewisse frauenspezifische Krankheiten gibt. Wir können uns aber sehr wohl der Stellungnahme des Bundesrates anschliessen, die klar aufzeigt, dass die Forschenden aller Schweizer Hochschulforschungsstätten bereits heute die Möglichkeit haben, entweder über die Projektförderung des Schweizerischen Nationalfonds oder, bei [PAGE 1752] anwendungsorientierten Forschungsthemen, über Innosuisse Mittel für die Durchführung wissenschaftlicher Projekte zu beantragen. Weiter können interessierte Kreise auch im Rahmen von NFP-Prüfrunden Themenvorschläge für neue nationale Forschungsprogramme beim zuständigen Fachamt einreichen.
Vielleicht gefällt aber den Initiantinnen nicht, dass die gesamte Förderung auf dem Bottom-up-Prinzip beruht und dass die Mittel nach Exzellenzkriterien im Wettbewerbsprinzip vergeben werden. Auf jeden Fall sollten wir wenigstens in diesen Zeiten nicht noch weitere Staatsaufgaben erfinden. Es gibt mehr Frauen als Männer, und so dürfte auch seitens der Medizin das Interesse an der Forschung bestehen und dieses auch genügend gross sein, wenn auch unter Berücksichtigung marktwirtschaftlicher Kriterien. Bedenken Sie bitte auch, dass im Jahr 2000 erst 28 Prozent der Frauen als Ärztinnen in der Gynäkologie tätig waren, heute sind es 63 Prozent - die Frauen sind also auch hier auf dem Vormarsch.
Sagen Sie bitte zusammen mit uns Nein zu einer weiteren Aufblähung des Staates und zur Schaffung neuer Honigtöpfe.