Sauter Regine · Nationalrat · 2022-09-29
Sauter Regine · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion · 2022-09-29
Wortprotokoll
Zum zweiten Mal in dieser Woche muss ich nun sagen: "Uns Frauen", das gibt es einfach nicht. Ich habe das Anfang dieser Woche in Richtung der linken Ratshälfte gesagt. Ich muss das jetzt auch zu Ihnen sagen, Herr Glarner, wenn Sie sagen, "unseren Frauen" gehe es gut. Vielleicht geht es Ihrer Frau gut, das wünsche ich Ihnen. Aber ganz so allgemein kann man das denn doch nicht sagen. (Beifall)
Es gibt in der Tat Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Man mag es nicht wahrhaben wollen, aber es ist so. Diese Unterschiede sind biologisch begründet. Und tatsächlich muss man sie auch in der Medizin berücksichtigen. Frauenkrankheiten sind nicht gleich wie Männerkrankheiten. Eine Frau reagiert unter Umständen anders auf ein Medikament, als ein Mann dies tun würde. Darum macht es absolut Sinn, diesem Aspekt bei der Erforschung von Krankheiten Rechnung zu tragen. In diesem Sinne begrüssen wir den Vorstoss und unterstützen die Buchstaben a und c, weil sie in die richtige Richtung gehen.
Wir möchten jedoch nicht, dass man der Forschung dermassen enge Vorgaben macht, wie das in Litera b vorgesehen [PAGE 1834] ist, nämlich dass man das Kriterium Geschlecht als Voraussetzung berücksichtigen muss, um Gelder beim Schweizerischen Nationalfonds zu erhalten. Das ist uns zu restriktiv. Es macht wirklich keinen Sinn, dass man in jedem Forschungsprojekt auch noch den Aspekt des Geschlechts darlegen und das Geschlecht als Kriterium einbeziehen muss.
In diesem Sinne bitten wir Sie, den vorliegenden Vorstoss bezüglich der Buchstaben a und c zu unterstützen, nicht jedoch bezüglich Buchstabe b.