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preparatory:AB 310603

Berset Alain · Bundesrat · Freiburg · 2022-12-05

Wortprotokoll

Mögliche Gründe für die Stagnation des Lohnunterschieds in der Privatwirtschaft sind in den [PAGE 2081] fortbestehenden Unterschieden bei den Profilen der Frauen und Männer zu suchen. Frauen arbeiten immer noch häufiger in Branchen und Berufen mit tieferen Lohnniveaus und sind seltener in höheren beruflichen Stellungen vertreten. Hinzu kommen branchenspezifisch unterschiedliche Lohnentwicklungen. Aus dem Zusammenspiel dieser Faktoren ergibt sich, dass Frauen unter den Arbeitnehmenden mit den höchsten Löhnen untervertreten, bei den Tieflöhnen hingegen überrepräsentiert sind.

Die Gleichstellungsstrategie 2030 des Bundesrates verfolgt als übergeordnetes Ziel die Stärkung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frauen. Hieraus leiten sich gezielte Massnahmen zur Erreichung besser ausgeglichener Erwerbsvolumina zwischen Frauen und Männern sowie zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ab. Die einzelnen Massnahmen sind in einem detaillierten Aktionsplan aufgeführt, der regelmässig aktualisiert wird. Zudem stellt der Bund mit Logib Modul 2 neu auch kleineren Unternehmen ein kostenloses Analyse-Tool zur Überprüfung der Lohngleichheit zur Verfügung. Die Sozialpartner und der Bund haben einen Lohngleichheitsdialog durchgeführt, aus welchem das "Engagement Lohngleichheit" entstanden ist. Alle Schweizer Unternehmen können kostenlos daran teilnehmen. Weitere Massnahmen sind derzeit nicht geplant.

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