Aeschi Thomas · Nationalrat · 2022-12-07
Aeschi Thomas · Nationalrat · Zug · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2022-12-07
Wortprotokoll
Von den vier grössten Parteien ist die Schweizerische Volkspartei die jüngste. Sie wurde 1917 im Kanton Zürich und 1918 im Kanton Bern gegründet. 1936, unter Zusammenschluss der Kantonalparteien Zürich, Bern, Waadt, Aargau, Freiburg, Tessin, Basel-Landschaft, Thurgau und Schaffhausen, wurde sie als nationale Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) konstituiert. Seit 1919 ist die SVP ununterbrochen im Nationalrat und im Ständerat vertreten und seit 1930, also seit 92 Jahren, ununterbrochen - mit Ausnahme des Jahres 2008 - auch im Bundesrat.
Wofür stehen wir, die Schweizerische Volkspartei, die Partei des bodenständigen Volkes, seit unserer Gründung vor mehr als hundert Jahren? Die SVP steht ein für eine sichere Zukunft in Freiheit. Sie kämpft für den Erhalt der Neutralität und der Selbstbestimmung der Schweiz. Die SVP will unsere politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit erhalten. Sie lehnt die Aufgabe der bewährten Schweiz durch einen schleichenden EU-Beitritt entschieden ab. Die SVP fordert die Umsetzung der in der Bundesverfassung verankerten Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung; dem Asylmissbrauch und den Schlepperbanden gilt es endlich einen Riegel vorzuschieben. Die SVP verlangt die Stärkung der Schweizer Armee zum Schutz der Bevölkerung. Die SVP will eine sichere und bezahlbare inländische Energieversorgung mit genügend Strom für alle, vor allem in den Wintermonaten. Sie fordert den Ausbau der inländischen Lebensmittelproduktion und die Stärkung der produzierenden Bäuerinnen und Bauern. Und die SVP setzt sich ein für einen schlanken Staat; die Verschuldung auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder, der nächsten Generationen, ist zu stoppen. Der hart arbeitende Mittelstand ist von Steuern, Abgaben und Gebühren zu entlasten, Leistung und Einsatz müssen sich lohnen.
Mit einem Wähleranteil von 25,6 Prozent bei den letzten eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober 2019 ist die SVP die wählerstärkste Partei der Schweiz. Gemäss der Zauberformel, wonach den drei wählerstärksten Parteien je zwei Sitze und der viertgrössten Partei ein Sitz im Bundesrat zustehen, hat die SVP Anspruch auf den durch den Rücktritt[NB]von[NB]Bundesrat[NB]Ueli[NB]Maurer frei gewordenen Sitz im Bundesrat.
Die Findungskommission der SVP hat die fünf eingegangenen Kandidaturen eingehend geprüft und der Kandidatin und den vier Kandidaten gemäss ihrer Mitteilung vom 11. November einen eindrücklichen Leistungsausweis und die notwendige Führungserfahrung attestiert. Am 18. November hat die SVP-Fraktion an ihrer Sitzung in Hérémence im Eringertal im[NB]Unterwallis auf einem Zweierticket Albert Rösti und Hans-Ueli Vogt nominiert.
Der 55-jährige Albert Rösti ist seit 2011 Berner Nationalrat und seit 2014 Gemeindepräsident von Uetendorf. Er ist langjähriges Mitglied der nationalrätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie und präsidiert aktuell die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Von 2016 bis 2020 war er Präsident der SVP Schweiz. Albert Rösti bildete sich an der ETH Zürich zum Agraringenieur aus, wo er auch promovierte. An der Universität Rochester in den USA schloss er 2002 einen Master of Business Administration ab. Beruflich war Albert Rösti als Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern tätig. Seit 2013 führt er ein eigenes Beratungsunternehmen.
Der 53-jährige Hans-Ueli Vogt ist Professor für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Zürich und daneben selbstständiger Anwalt. Von 2015 bis 2021 hat er die[NB]Zürcher Bevölkerung als Nationalrat in Bern vertreten. Hans-Ueli Vogt studierte an der Universität Zürich und an der New York University Rechtswissenschaften und promovierte 2001 an der Universität Zürich. 2008 erhielt Hans-Ueli Vogt einen Master of Business Administration der Universität St. Gallen. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Italien, Grossbritannien, China und in die USA, wo er auch in einer Anwaltskanzlei tätig war.
Die SVP-Fraktion bittet Sie, im Sinne der Konkordanz einen dieser beiden von der SVP-Fraktion nominierten Kandidaten heute als neues Mitglied des Bundesrates zu wählen.