Donzé Walter · Nationalrat · 2003-03-11
Donzé Walter · Nationalrat · Bern · Evangelische und Unabhängige Fraktion · 2003-03-11
Wortprotokoll
Auch wenn ich mich ganz kurz fassen will, so will ich doch die Meinung unserer Fraktion nochmals deutlich unterstreichen. Für uns ist es ein Widerspruch, wenn wir die Produktion von Tabak mit Bundesmitteln stützen und einen Präventionsfonds, der durch die Konsumenten selber bezahlt wird, ablehnen wollen.
Wir sind davon überzeugt, dass die Prävention ausgebaut werden muss. Mag sein, dass der Tabakkonsum insgesamt erodiert, wie das Herr Bundesrat Villiger gesagt hat, aber wir stellen doch fest, dass unsere Jugend immer öfter die Zigarette in den Mund nimmt. Das habe ich persönlich beobachtet; es sind junge Mädchen, es sind Schüler, die rauchen. Auch wenn das nicht beabsichtigt wird und wenn selbst die Tabakindustrie sagt, sie mache selber etwas, damit die Jugendlichen nicht rauchen würden, so ist doch die Werbung doppelzüngig und auf die Jugend ausgerichtet. Die Jugend ist gefährdet, und wir halten dafür, dass der Zigarettenkonsum eben der erste Schritt auch zum Cannabiskonsum ist.
Ich möchte einfach die Vertreter der Minderheit, die heute so argumentiert haben, darauf verpflichten, dass sie uns dann voll unterstützen, wenn es gegen die Tabakwerbung geht. Dort, nehme ich an, sind sie dann aber auch wieder auf der anderen Seite.
Ein letzter Satz noch: Dieser Tabakpräventionsfonds ist die beste Sparmassnahme. Er wird von den Konsumenten finanziert, und er finanziert gleichzeitig die Prävention. Was wollen Sie denn eigentlich noch mehr? Halten Sie am Beschluss des Nationalrates fest!