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Weichelt Manuela · Nationalrat · 2022-12-15

Weichelt Manuela · Nationalrat · Zug · Grüne Fraktion · 2022-12-15

Wortprotokoll

Ich verstehe alle, die sagen, die Mühlen würden in Bern langsam mahlen. Die vorliegende Gesetzesänderung geht auf eine parlamentarische Initiative zurück, die vor mehr als sieben Jahren eingereicht wurde. Die Vorlage erlitt eine Sistierung und Fristverlängerungen. Erst sechs Jahre nach Einreichung der parlamentarischen Initiative legte die Kommission die Eckwerte der Vorlage fest - keine Glanzleistung unseres Parlamentes. So viel zur Selbstkritik.

Wir Frauen sind uns gewohnt, dass es zu uns nur wenige Statistiken gibt. Die Statistiken zu Ebern, Sauen, Mastpoulets, Zibben, Truten und Milchkühen sind wichtiger als die Statistiken zu uns Frauen, die im Laufe der 14 Wochen nach der Niederkunft sterben, oder zu Männern, die kurz nach der Geburt ihres Kindes von dieser Welt gehen. Glücklicherweise können wir vermuten, dass es sich um eine kleine Anzahl Mütter und Väter handelt, die während der Geburt oder innert 14 Wochen nach der Geburt sterben.

Gesetze braucht es oft zum Schutz von Minderheiten und bei ausgewiesener Härte. Es ist also folgerichtig, dass wir bei einem solchen Todesfall dem hinterbliebenen Vater oder der Mutter ermöglichen, dass er oder sie beim neugeborenen Kind sein kann, entschädigt wird und die Stelle nicht verliert.

Den Grünen ist die Familie nicht nur während der Wahlzeit wichtig, was wir einmal mehr auch bei dieser Abstimmung zeigen. Die grüne Fraktion ist für Eintreten und unterstützt die Minderheit II (Wasserfallen Flavia) für eine neugeborenen- und familienfreundliche Regelung von 20 Wochen und nicht nur 14 Wochen. Eventualiter unterstützt die grüne Fraktion auch die Minderheit I (Mettler), die von Herrn Mäder[NB]vertreten[NB]wurde, welche die ursprüngliche Vernehmlassungsvorlage mit einem Urlaub von insgesamt 16 Wochen beantragt.

Besten Dank, wenn Sie unseren Antrag unterstützen!