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Strahm Rudolf · Nationalrat · 2003-03-13

Strahm Rudolf · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2003-03-13

Wortprotokoll

Ich muss Herrn Mörgeli sagen: Ich bin nicht Ihr "Mieterboss", sondern wir sind ein Dienstleistungsverband. Wenn Sie eine Beratung wollen, können Sie diese beim Mieterverband beziehen, aber ich bin nicht Ihr Boss.

Zur Substanz Ihrer Frage: Es ist nicht das Ziel der Wohnbauförderung des Bundes, allen Mietern zu helfen, sondern die Hälfte, die für die Mieter reserviert ist, ist für einkommensschwächere Mieterinnen und Mieter bestimmt; die andere Hälfte ist ja für so genannte Schwellenhaushalte bestimmt, die ein Eigentum erwerben wollen.

Jetzt aber zu den Mietern: Sie können nicht sagen, es gehe zulasten der anderen Mieterinnen und Mieter, sondern es sind die schwächeren Gruppen anvisiert.

Da muss ich zu Ihnen als einem Zürcher jetzt etwas sagen: Ihre Partei gibt ja vor, die Interessen der älteren Bevölkerung zu vertreten. Sie verteilen Ihre Flugblätter für die "Buurezmorge" in den Altersheimen in Zürich. Sagen Sie mal Ihren Wählern und Wählerinnen in den Altersheimen in Zürich, dass Sie die Wohnbauförderung in diesen Altersheimen kürzen wollen. Das bedeutet nämlich eine Erhöhung der Mieten in den Altersheimen um mindestens 25 Prozent, wenn Sie die entsprechenden Durchschnittsmieten zugrunde legen. Sie vertreten hier nicht die Interessen dieser Mieter, dieser älteren Leute, die Sie zu vertreten vorgeben.