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AB 317136

Candinas Martin · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2023-03-14

Wortprotokoll

Ziff. 2 Art. 8b [GZ]

Antrag der Kommission [GZ]

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

[VS]

Ch. 2 art. 8b [GZ]

Proposition de la commission [GZ]

Adhérer à la décision du Conseil des Etats [GZ]

[VS][GZ]

Angenommen - Adopté

[VS]

Ziff. 2 Art. 9bis[GZ]

Antrag der Mehrheit [GZ]

Abs. 1 [GZ]

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Abs. 1bis [GZ]

Dieser Zubau ist in erster Linie mit Speicherwasserkraftwerken nach Anhang 1 sowie Solar- und Windkraftanlagen von nationalem Interesse zu erreichen.

Abs. 2 [GZ]

Für Speicherwasserkraftwerke nach Anhang 1 gilt Folgendes:

a0. sie sind nur planungspflichtig, wenn eine Anlage an einem neuen Standort vorgesehen ist; dabei beschränkt sich die Planungspflicht auf die Richtplanung;

a.[NB]ihr Bedarf ist ausgewiesen;

b.[NB]sie sind standortgebunden;

c.[NB]das Interesse an ihrer Realisierung geht grundsätzlich anderen nationalen Interessen vor; und

d.[NB]es sind zusätzliche Ausgleichsmassnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft vorzusehen.

Abs. 2bis [GZ]

Für Solaranlagen und für Windkraftanlagen in nationalem Interesse nach Artikel 12 des Energiegesetzes vom 30. September 2016 (EnG), die in geeigneten Gebieten gemäss Artikel 10 Absatz 1 EnG vorgesehen sind, gilt Folgendes:

a.[NB]ihr Bedarf ist ausgewiesen;

b.[NB]sie sind standortgebunden; und

c.[NB]das Interesse an ihrer Realisierung geht grundsätzlich anderen nationalen Interessen vor.

Abs. 2ter [GZ]

Besteht für Anlagen nach Absatz 2 und 2bis eine Planungspflicht, so bedarf das Vorhaben einer entsprechenden Grundlage. Der Bundesrat kann festlegen, unter welchen Voraussetzungen Gebiete nach Artikel 10 Absatz 1 EnG den Anforderungen genügen, die bei der Planung von Vorhaben nach Artikel 8 Absatz 2 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 erfüllt sein müssen.

Abs. 3 [GZ]

... Projekten Ergänzungen der Liste vor.

Abs. 4 [GZ]

Der Bundesrat regelt die Einzelheiten. Er kann insbesondere vorsehen, dass Unternehmen, die Projekte gemäss Absatz 3 aufgeben, die Projektunterlagen anderen Interessierten zugänglich machen müssen.

Abs. 5 [GZ]

Streichen [PAGE 478]

[VS]

Antrag der Minderheit [GZ]

(Flach, Bäumle, Jauslin)[GZ]

Abs. 1 [GZ]

... von erneuerbarer Energie realisiert und unterstützt werden. Davon müssen ...

[VS]

Antrag der Minderheit [GZ]

(Munz, Clivaz Christophe, Schneider Schüttel)[GZ]

Abs. 2 Bst. c [GZ]

c. das Interesse an ihrer Realisierung gleichrangig ist mit anderen nationalen Interessen; und

[VS]

Antrag Wasserfallen Christian [GZ]

Abs. 1 [GZ]

Zur Stärkung der Versorgungssicherheit im Winter soll per 2040 ein Zubau von Kraftwerken zur Erzeugung von elektrischer Energie von mindestens 9 TWh realisiert und unterstützt werden. Davon müssen mindestens 5 TWh sicher abrufbar sein.

Abs. 2bis a [GZ]

Thermische Kraftwerke, deren Bedarf ausgewiesen ist, sind von nationalem Interesse. Das Interesse an ihrer Realisierung geht grundsätzlich anderen nationalen Interessen vor. Der Bund kann Beiträge zur Erstellung dieser Anlagen entrichten. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten.

Schriftliche Begründung [GZ]

Bis im Jahr 2050 steigt der Stromverbrauch auf schätzungsweise 75 bis 85 TWh an. Heute produziert die Schweiz circa 60 TWh Elektrizität. Abzüglich der wegfallenden Produktion aus Kernkraftwerken von 18 TWh ab Mitte der 30er-Jahre bleibt eine riesige ungedeckte Stromproduktion von 33 bis 43 TWh pro Jahr. Der grosse Teil davon wird im kritischen Winterhalbjahr fehlen. Für die Versorgungssicherheit mit Elektrizität sind alle Technologien zu nutzen, gerade auch thermische Kraftwerke. Diese sind sicher einsetzbar und stellen eine wertvolle Basis bei der Stromproduktion im Winter dar. Thermische Kraftwerke, die ihre Wärmeenergie z. B. aus Gas oder Kernbrennstoffen gewinnen, bieten den klaren Vorteil, dass sie unabhängig von der Witterung zuverlässig Strom in grossen Mengen produzieren können. Damit ab jetzt in diese wichtigen Anlagen für unsere Versorgungssicherheit mit Elektrizität stärker investiert werden kann, sind jetzt die Weichen richtig zu stellen. Es braucht Investitions- und Planungssicherheit für Anlagen, die für einen längerfristigen Betrieb ausgerichtet sind, und gleich lange Spiesse für alle.

[VS]

Antrag Fluri [GZ]

Abs. 2bis [GZ]

Streichen

Schriftliche Begründung [GZ]

Der Vorschlag würde Solar- und Windkraftanlagen bereits ab relativ tiefen Schwellenwerten und künstlich eine Bedeutung erteilen, die anderen nationalen Interessen grundsätzlich vorgeht. Das ist verfassungsrechtlich heikel. Die Buchstaben a bis c würden einer zielführenden und sachlichen Raumplanung vorgreifen und insbesondere die Gemeindeautonomie in der Nutzungsplanung materiell einschränken, wenn nicht gar beseitigen.

[VS]

Antrag Munz [GZ]

Abs. 2bis Bst. c [GZ]

c. das Interesse an ihrer Realisierung gleichrangig ist mit anderen nationalen Interessen.

Schriftliche Begründung [GZ]

Die Bundesverfassung verlangt in Artikel 78 Absatz 2 eine umfassende Interessenabwägung zwischen Schutz- und Eingriffsinteressen. Der grundsätzliche Vorrang der Energieinteressen dürfte deshalb die Bundesverfassung verletzen.

[VS]

Antrag Fluri [GZ]

Abs. 2ter [GZ]

Besteht für Anlagen nach Absatz 2 eine Planungspflicht, so bedarf das Vorhaben einer entsprechenden Grundlage. Der Bundesrat regelt die Anforderungen an die Richtplanung sowie entsprechende Grundlagenerhebungen in der Verordnung.

Schriftliche Begründung [GZ]

Absatz 2ter ist unklar und missverständlich formuliert. Dies führt nicht zu beschleunigten Verfahren, sondern zu Rechtsunsicherheit und damit Rechtsstreitigkeiten. Eine Beschleunigung der Verfahren ist nur mit einer sachlichen Grundlagenerhebung und mit der Berücksichtigung von Natur- und Landschaftswerten sowie weiteren Interessen auf Stufe Richtplan möglich.

[VS]

Ch. 2 art. 9bis[GZ]

Proposition de la majorité [GZ]

Al. 1 [GZ]

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Al. 1bis [GZ]

L'augmentation de la production est atteinte en premier lieu par des centrales hydroélectriques à accumulation selon l'annexe 1 ainsi que les installations solaires et les éoliennes revêtant un intérêt national.

Al. 2 [GZ]

Les principes suivants s'appliquent pour les centrales hydroélectriques à accumulation conformément à l'annexe 1:

a0. elles sont soumises à l'obligation de planification uniquement si l'installation est prévue à un nouvel emplacement; l'obligation de planification se limite à la planification directrice;

a.[NB]leur nécessité est avérée;

b.[NB]leur utilisation est imposée par leur destination;

c.[NB]l'intérêt à leur réalisation prime en principe d'autres intérêts nationaux; et

d.[NB]des mesures de compensation supplémentaires doivent être prévues pour protéger la biodiversité et le paysage.

Al. 2bis [GZ]

Pour les installations solaires et les éoliennes revêtant un intérêt national au sens de l'article 12 de la loi du 30 septembre 2016 sur l'énergie (LEne), qui sont prévues dans des zones qui se prêtent à l'exploitation de l'énergie solaire ou éolienne conformément à l'article 10 alinéa 1 LEne, les principes suivants s'appliquent:

a.[NB]leur nécessité est avérée;

b.[NB]leur utilisation est imposée par leur destination, et

c.[NB]l'intérêt à leur réalisation prime en principe d'autres intérêts nationaux.

Al. 2ter [GZ]

Si les installations mentionnées aux articles 2 et 2bis sont soumises à l'obligation d'aménager le territoire, le projet doit reposer sur une base correspondante. Le Conseil fédéral peut définir les conditions que les zones visées à l'article 10 alinéa 1 LEne doivent remplir pour satisfaire aux exigences imposées à la planification de projets mentionnés à l'article 8 alinéa 2 de la loi du 22 juin 1979 sur l'aménagement du territoire.

Al. 3 [GZ]

... il propose à l'Assemblée fédérale de compléter la liste susmentionnée.

Al. 4 [GZ]

Le Conseil fédéral règle les modalités. Il peut notamment prévoir que les entreprises qui renoncent à un projet au sens de l'alinéa 3 doivent rendre la documentation du projet accessible à d'autres acteurs intéressés.

Al. 5 [GZ]

Biffer

[VS]

Proposition de la minorité [GZ]

(Flach, Bäumle, Jauslin)[GZ]

Al. 1 [GZ]

... de l'énergie renouvelable doit être augmentée d'ici à 2040 et bénéficier d'un soutien. ...

[VS]

Proposition de la minorité [GZ]

(Munz, Clivaz Christophe, Schneider Schüttel)[GZ]

Al. 2 let. c[GZ]

c. l'intérêt à leur réalisation à la même valeur que d'autres intérêts nationaux; et [PAGE 479]

[VS]

Proposition Wasserfallen Christian [GZ]

Al. 1 [GZ]

Afin de renforcer la sécurité de l'approvisionnement en hiver, la production des centrales électriques doit être augmentée d'au moins 9 TWh d'ici à 2040 et bénéficier d'un soutien. Sur ce total, la disponibilité d'au moins 5 TWh doit pouvoir être assurée.

Al. 2bis a [GZ]

Les centrales thermiques dont la nécessité est avérée revêtent un intérêt national. L'intérêt à leur réalisation prime en principe d'autres intérêts nationaux. La Confédération peut verser des contributions à la réalisation de telles centrales. Le Conseil fédéral règle les modalités.

[VS]

Proposition Fluri [GZ]

Al. 2bis [GZ]

Biffer

[VS]

Proposition Munz [GZ]

Al. 2bis let. c [GZ]

c. l'intérêt à leur réalisation à la même valeur que d'autres intérêts nationaux.

[VS]

Proposition Fluri [GZ]

Al. 2ter [GZ]

Si les installations mentionnées à l'alinéa 2 sont soumises à l'obligation d'aménager le territoire, le projet doit reposer sur une base correspondante. Le Conseil fédéral règle dans l'ordonnance les exigences applicables à la planification directrice et aux relevés des données de base correspondants.

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