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Genner Ruth · Nationalrat · 2003-03-18

Genner Ruth · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2003-03-18

Wortprotokoll

Den Präventionsfonds nicht zu machen würde bedeuten, unsere Gesundheitskosten zu forcieren. Das ist genau der Punkt, wo wir heute mit dem Fonds einsetzen wollen. Wir wollen das Grossrisiko Rauchen, das für die chronischen Krankheiten ein Grossrisiko ist, bekämpfen, und zwar auf drei Ebenen:

1. Wir wollen den Einstieg für die Jugendlichen erschweren.

2. Wir wollen den Ausstieg für die Ausstiegswilligen unterstützen.

3. Wir wollen die Nichtraucher vor dem Passivrauchen schützen.

Dazu brauchen wir Mittel. Herr Bührer weiss ganz genau, dass uns die Hände beim Budget gebunden sind. Wir haben bereits dieses Jahr 800 000 Franken für die Prävention streichen müssen. Wir müssen die Mittel einmal in Relation zu dem setzen, was die Tabakindustrie einsetzen kann und was die Gesundheitsorganisationen für die Prävention einsetzen können. Das steht in keinem Verhältnis. Wir wollen für diesen Fonds 2,6 Rappen pro Päckli Zigaretten. Das sind Mittel, die dann zusammenkommen - 20 Millionen Franken -, die wir brauchen, um Prävention zu machen. Die 80 Prozent, die nun auch der Ständerat bewilligt hat, das ist das eine. Das ist in der Hauptsache ein Ansatz, um Junge vor allem vor dem Einstieg ins Rauchen zu bewahren und möglicherweise zum Ausstieg zu bewegen. Aber den Fonds brauchen wir für die gesamte Bevölkerung. Deshalb ist es wichtig, dass wir heute diesen Fonds bewilligt bekommen.

Wenn wir sehen, dass Gesundheitskosten steigen, dann fragen wir uns manchmal wieder nach den Ursachen. Eine der Ursachen, warum Gesundheitskosten steigen, sind die Risiken, z. B. beim Rauchen.

Setzen wir heute den Hebel an der Quelle an, und bewilligen wir diesen Fonds.