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Eberhard Toni · Nationalrat · 2003-03-19

Eberhard Toni · Nationalrat · Schwyz · Christlichdemokratische Fraktion · 2003-03-19

Wortprotokoll

Ich möchte Sie bei Artikel 42 bitten, die Minderheit Walter Hansjörg zu unterstützen. Es geht hier um eine Mengenregulierung. Mit der Buttereinfuhr-Regulierung können wir die Milchmenge ausgleichen, vor allem, wenn sie saisonal sehr stark schwankt. Vor allem im Frühling - April, Mai -, wenn der Graswuchs frisch ist, fällt viel mehr Milch an als im Herbst, gegen Ende der Saison. Im Herbst ist gleichzeitig noch Raclettesaison, da ist die Milch eher gefragt. In den Frühlingsmonaten sind wir darauf angewiesen, dass Butter produziert, dass die gesamte Milchmenge verarbeitet werden kann. Mit dieser Einfuhrregulierung haben wir ein Ventil dafür, dass in dieser Zeit keine Einfuhr erfolgt.

Sie müssen wissen, dass die Produktion von Butter auch in den übrigen Ländern eine Regulierfunktion hat. In Ländern wie Neuseeland kann Butter zu sehr günstigen Bedingungen produziert werden. Diese würde unseren Markt stören, wenn eine offene Regulierung herrschen würde.

Es ist klar, Kollege Walter hat es gesagt, dass diese Regelung nur gelten kann, solange die Milchkontingentierung gilt. Deshalb ist ja in Artikel 187 Absatz 6 vorgesehen, dass das bis 2009 beschränkt ist. Eine Freigabe des Butterimportes würde dazu führen, dass auf dem Weltmarkt Butter zu Dumpingpreisen eingekauft würde. Das würde den Butterpreis in der Schweiz stark senken. Wir haben mit diesem System jetzt schon eine Verbilligung von Inlandbutter. Damit haben wir einen mehr oder weniger ausgeglichenen Preis. Das ist auch für den Milchpreis wichtig.

Ich möchte Sie deshalb bitten, der Minderheit Walter Hansjörg zuzustimmen.