Keller-Sutter Karin · Bundesrat · 2023-05-31
Keller-Sutter Karin · Bundesrat · St. Gallen · 2023-05-31
Wortprotokoll
Ich kann vielleicht gleich vorweg sagen, dass ich gut mit der Annahme der Motion leben kann. Ich werde auch keine Abstimmung verlangen, weil sich in der Tat seit der Einreichung der Motion im Jahr 2020 doch einiges geändert hat. Ich komme gleich darauf zurück.
Es ist so, Herr Ständerat Fässler, es ist natürlich eine Unterlassung, dass in Innerrhoden weder ein Arbeitsplatz gezählt wurde noch einer vorhanden ist. Ich würde mich hier gerne anbieten. Es würde mir gefallen, das Büro in Appenzell zu haben. Ich möchte die Lebensqualität dort jetzt nicht bewerten; ich sage nicht, sie sei höher. Aber man könnte vielleicht davon ausgehen, dass sie mindestens gleich gross ist wie in Bern. Jedenfalls hätte ich einen kürzeren Arbeitsweg. Sie können also zwischen der Dienststelle des Bundesamtes für Landwirtschaft und sozusagen dem Büro der zuständigen Vorsteherin des EFD wählen.
Nun, ich habe gesagt, es sei seit der Einreichung der Motion einiges gegangen. Die Grundlagen für die zukunftsweisende Ausgestaltung der flexiblen Arbeitsformen inklusive Arbeitsplätze liegen vor, namentlich mit der Revision der Bundespersonalverordnung, die per 1. Juli 2021 in Kraft getreten ist. Dann gibt es ein Konzept für die Einführung kollektiver Arbeitsplätze und ein Zielbild für flexible Arbeitsformen. Es wurde bereits erwähnt: Zwei Vorstösse, die in eine ähnliche Richtung gehen, wurden bereits angenommen, die Motion 20.4338, "Die Covid-19-Erfahrungen nutzen, um das Arbeiten beim Bund nachhaltiger zu gestalten", der Finanzkommission des Nationalrates und das Postulat Knecht 20.4369, "Arbeitsplätze des Bundes dank Digitalisierung verstärkt dezentralisieren"; es wurde von Ständerat Knecht erwähnt. Die [PAGE 372] Arbeiten zum entsprechenden Bericht sind im BBL bereits im Gange, und ich gehe davon aus, dass hier auch die Anliegen der Motion Candinas 20.4727 mitberücksichtigt werden können.