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Hofmann Hans · Ständerat · 2003-03-05

Hofmann Hans · Ständerat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2003-03-05

Wortprotokoll

Gestatten Sie, dass ich kurz noch auf einen Aspekt hinweise, dass ich einen Punkt unterstreiche, der zwar in der Eintretensdebatte bereits angetönt wurde, den ich hier aber noch einmal anfügen möchte.

Wir haben eine stagnierende Wirtschaft, wir haben leider wieder etwas höhere Arbeitslosenzahlen, aber etwas ist auf unserem Arbeitsmarkt trotzdem Mangelware: Spitzenkaderleute, Leute im obersten Kader, erfahrene, kompetente Führungskräfte. Darum jagen sich die Unternehmen in der Hochkonjunktur diese Leute ja gegenseitig ab. Ich frage mich, ob sich die besten Leute melden, wenn nun ein Bundesbetrieb jemanden für das oberste Kader sucht, wenn er oder sie ganz genau weiss, dass seine oder ihre Bezüge, Löhne, Boni oder allenfalls auch Beteiligungen jährlich offen gelegt und der öffentlichen Diskussion ausgesetzt werden. Ich frage mich, ob die Bundesbetriebe dann nicht auf die zweite Garnitur angewiesen wären; das wäre schade.

Die Kehrseite: Eine solche Veröffentlichung dieser Bezüge ist natürlich für die Konkurrenz eine Einkaufsliste, auf der sie, wenn sie jemanden sucht, genau schauen kann, wer wo bei den Bundesbetrieben was tut, wie viel er bezieht und was sie ihm offerieren möchte. Das ist sicher auch [PAGE 58] schädlich; eine solche Einkaufsliste für die Konkurrenz sollten wir vermeiden.

Trotz allem Verständnis für den Wunsch nach Transparenz, nach Offenlegung, überwiegen deshalb für unsere Betriebe beim Antrag der Minderheit Brunner Christiane die Nachteile. Deshalb bitte ich Sie, den Minderheitsantrag abzulehnen.