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Leuenberger Moritz · Bundesrat · 2003-03-11

Leuenberger Moritz · Bundesrat · Zürich · 2003-03-11

Wortprotokoll

Also bei der Baujagd ist es ja so, dass speziell gezüchtete Füchse - (Heiterkeit) man muss eben auf beide Tiere achten, ich komme nachher noch darauf zurück -, dass speziell gezüchtete Hunde Füchse in ihren Bauten aufstöbern, sie herausjagen und dann die Füchse vom Jäger über der Erde abgeschossen werden können. Bauten, in denen Dachse hausen, werden nicht mit Hunden bejagt, und die Baujagd auf Wildkaninchen wird in der Schweiz auch nicht mehr praktiziert. Die Baujagd ist eine effiziente Methode und trägt massgeblich dazu bei, die hohen Fuchsbestände zu kontrollieren.

Da muss ich sagen, dass die hohen Fuchsbestände wahrhaftig ein Problem darstellen: erstens wegen der Seuchen, zweitens in den Städten. Herr Cornu hat plastisch geschildert, wie es heute in den Städten ist. Sie öffnen sämtliche Mistkübel und Papiersäcke; das muss nachher wieder weggeputzt werden. Eine andere Folge ist - gerade an Ostern -, dass sich die Osterhasen nicht mehr in die Städte getrauen, um Eier zu bringen, weil es so viele Füchse hat. (Heiterkeit) Sie bleiben lieber im Wald. Da hat es viel weniger Füchse.

Aus diesen Gründen ist der Bundesrat dafür, dass die Baujagd weiterhin praktiziert werden kann, aber - und jetzt komme ich wieder auf die Hunde - es gibt tatsächlich Fälle von Verletzungen, von gegenseitigen Verletzungen; auch Hunde sind schon verletzt worden. Deswegen möchten wir mittels eines Postulates überprüfen, ob diese Jagdmethode mit dem heutigen Tierschutz noch vereinbar ist oder nicht.

Im zweiten Teil allerdings geht es um etwas viel Heiligeres, nämlich um den Föderalismus, und der ist bei der Jagd so wichtig, dass wir uns einfach nicht getrauen, hier Hand an eine kantonale Autonomie anzulegen. Wenn der Ständerat anders entscheidet, sei uns das ein Indiz, aber wir hätten uns nie getraut, hier Annahme zu empfehlen.