Keller-Sutter Karin · Bundesrat · 2023-12-11
Keller-Sutter Karin · Bundesrat · St. Gallen · 2023-12-11
Wortprotokoll
Mit der vorliegenden Botschaft zu den zivilen Immobilien des Bundes für das Jahr 2023 beantragt der Bundesrat vier Verpflichtungskredite im Umfang von total 218,1 Millionen Franken. Drei Kredite sind für einzeln spezifizierte Projekte über 10 Millionen Franken notwendig. Dabei handelt es sich um die Erweiterung der Verbindungsebene im Campus Liebefeld, den Neubau der Kanzlei und der Residenz in Yaoundé sowie die Sanierung und Erweiterung des Gewächshausareals in Reckenholz (ZH). Der vierte Verpflichtungskredit wird für nicht einzeln spezifizierte Vorhaben unter 10 Millionen Franken benötigt.
Zuerst kurz zur Erweiterung der Verbindungsebene beim Campus Liebefeld: Hier geht es um die Umsetzung des Unterbringungskonzepts, das der Bundesrat im Dezember 2022 beschlossen hat. Es geht um flexible Arbeitsformen. Das Konzept schafft auf den Campus-Arealen im Grossraum Bern optimale Voraussetzungen für flexible Arbeitsformen und unpersönliche Arbeitsplätze. Grundsätzlich sollen in der Bundesverwaltung flexible Arbeitsformen und Desksharing mit einer Ratio von maximal 0,8 eingeführt werden, also maximal 80 Arbeitsplätze auf 100 Vollzeitstellen.
2026 wird Agroscope, das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung, das Teil des BLW ist, nach Posieux umziehen. Dies ermöglicht die Weiterentwicklung des Campus. Als Vorbereitung dafür sowie um mobile, flexible Arbeitsformen auf dem Campus einzuführen, soll die bestehende unterirdische Verbindungsebene erweitert werden. Damit kann auch das bestehende Gebäude des BLV räumlich und technisch mit BAG und BLW verbunden werden. Das BLV wird so ins bestehende Zutritts- und Sicherheitskonzept eingebunden, und der Zugang erfolgt neu über die bestehende Loge von BAG und BLW.
Zum dritten Projekt, dem Neubau der Botschaft in Yaoundé für 27,5 Millionen Franken: Yaoundé ist die politische Hauptstadt Kameruns. Es handelt sich um eine wichtige Vertretung für die Eidgenossenschaft in Zentralafrika, da sie in einem der stabilsten Länder der Subregion liegt. Neben der Republik Kamerun ist diese Botschaft auch für die Republik Äquatorialguinea und die Zentralafrikanische Republik zuständig. Die Schweizer Vertretung in Kamerun ist derzeit in verschiedenen gemieteten Gebäuden untergebracht, was langfristig nicht wirtschaftlich ist. Entsprechend soll eine Botschaft auf einer bundeseigenen Parzelle gebaut werden. Ich bitte Sie, hier der Mehrheit zu folgen und den Minderheitsantrag abzulehnen.
Die Sanierung und Erweiterung des Gewächshausareals Reckenholz ist Teil der Standortstrategie Agroscope. Mit der entsprechenden Konzentration der Standorte soll das Immobilienportfolio mittel- und langfristig verkleinert und damit die Infrastrukturkosten gesenkt werden. Weiter sollen Effizienzgewinne im Betrieb realisiert werden. Reckenholz wird zu einem regionalen Forschungszentrum, in dem zukünftig schwerpunktmässig in den Bereichen der Pflanzenzüchtung und Sortenentwicklung, der Agrarökologie sowie der natürlichen Ressourcen geforscht wird.
Dann, das haben Sie auch gehört, gibt es noch weitere Immobilienvorhaben im Umfang von 140 Millionen Franken. Ich bitte, auch diesen zuzustimmen.
Ich bitte um Eintreten, Zustimmung und darum, der Mehrheit zu folgen.