Engler Stefan · Ständerat · 2023-12-19
Engler Stefan · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2023-12-19
Wortprotokoll
Noch ein Wort zur Unterstützung des Minderheitsantrages: Ohne Realisierung dieses Anschlussbauwerks, des Meilibachtunnels, ist nicht nur der zukünftige Bahnausbau, sondern auch der Status quo der [PAGE 1221] Verbindungen für die gesamte Ostschweiz auf Jahrzehnte hinaus gefährdet. "Meilibachtunnel" tönt vielleicht nach "Büsi", in Wirklichkeit handelt es sich hierbei um einen "Kater", welcher über Jahrzehnte Optionen für den künftigen Bahnausbau in die Ostschweiz ermöglicht.
Die Linie entlang des Zürichsees ist bereits heute stark und vollständig mit internationalen und nationalen Fernverkehrszügen, Regionalzügen, S-Bahnen und Güterzügen ausgelastet. Die Realisierung eines Anschlussbauwerks im künftigen Zimmerberg-Basistunnel II ist daher zugunsten der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs der gesamten Ostschweiz. Wir sprechen nicht nur für Graubünden, wir sprechen auch für die Kantone Schwyz, St.[NB]Gallen, Glarus. Wir sind davon abhängig, diese Verbindung in Zukunft verstärken zu können. Das setzt voraus, dass man jetzt die notwendigen Vorinvestitionen tätigt.
Es wurde gesagt, man solle nicht die gleichen Fehler machen wie beim Lötschberg-Basistunnel, bei dem nun nachträglich, weniger als zwanzig Jahre nach der Eröffnung, der Doppelspurausbau für ein x-Faches des ursprünglichen Betrags realisiert werden soll. Das ist zweifellos richtig. Es wurde gesagt, man hätte dort die Anschlussbauwerke falsch situiert, also falsch angelegt. Die Alternative wäre, dass man es dieses Mal richtig macht.
Ein weiteres negatives Beispiel ist der Bahnhof Stadelhofen. Um die Abstimmungsvorlage nicht zu überladen, sparte man dort 60 Millionen Franken für ein viertes Gleis. Jetzt kostet das vierte Gleis mindestens 900 Millionen Franken.
Es ist also ein Zukunftsentscheid, den wir jetzt fällen, nämlich für eine Sicherstellung optimaler Bedingungen für Anschlüsse in die Ostschweiz. Wenn ich Kollege Juillard richtig interpretiere, sagte er, dass sich die Mehrheit der Kommission an der Kommissionssitzung vielleicht noch nicht davon habe überzeugen lassen, dass sie aber jetzt hier diese Möglichkeiten für Anschlüsse in die Ostschweiz nicht verbauen möchte. Denn auch die kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs hätten diesen Anschluss als zukunftsrelevant betrachtet.
Ich bitte Sie also, hier der Minderheit zu folgen.