Riem Katja · Nationalrat · 2024-05-30
Riem Katja · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2024-05-30
Wortprotokoll
Nach der gestrigen Diskussion rund um das Programm Viamia diskutieren wir heute eine ähnliche Forderung. Mit neuen Bestrebungen sollen insbesondere Frauen nach der Familienpause besser wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Als Gegenmassnahme zum Fachkräftemangel erachten wir die möglichst volle Ausschöpfung dieses Arbeitspotenzials grundsätzlich als gut. Wir hinterfragen jedoch und kritisieren den Umstand, dass dies eine Staatsaufgabe sein soll, und erläutern auch gleich die Antwort dazu.
In der Schweiz haben wir einen sehr hohen Beschäftigungsgrad, und wir können auf Arbeitskräfte mit einem sehr hohen Ausbildungsgrad zurückgreifen. Entsprechend sind die Grundvoraussetzungen für eine Wiederbeschäftigung dieser betroffenen Personen sehr gut. Zusätzliche private Massnahmen sowohl bei der Basis, in Unternehmen, als auch bei bereits bestehenden Berufs- und Laufbahnberatungsanbietern [PAGE 923] schaffen hierzu übrigens bereits ein sehr gut und breit abgestütztes Angebot, welches auch ohne öffentliche Finanzierung gut funktioniert. Zusätzlich, darauf möchte ich noch einmal hinweisen, zeigt uns die Studie von Ecoplan zum Programm Viamia klar auf, dass die betroffenen Personen die bereits vorhandene Möglichkeit, welche Sie nun gestern verlängert haben, gar nicht nutzen. Wir sehen deshalb nicht ein, wieso man hier noch einmal zusätzliche Angebote schaffen soll, und denken insbesondere wirklich nicht, dass dies eine Staatsaufgabe ist, welche wir mit allgemeinen Steuergeldern bezahlen sollen.
Wir bitten Sie deshalb, der Minderheit zu folgen und die Motion Maret Marianne abzulehnen.