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Rösti Albert · Bundesrat · 2024-06-10

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2024-06-10

Wortprotokoll

Aus den gleichen Gründen wie die, welche ich vorhin Herrn Stocker gegenüber erwähnt habe, bittet Sie der Bundesrat, auch dieses Postulat abzulehnen und keinen zusätzlichen Bericht erstellen zu lassen; dies vor dem Hintergrund, dass einige Arbeiten laufen.

Es ist bekannt, dass Mikroplastikpartikel gesundheitsgefährdend sein können. Ob diese Effekte auch bei den heutigen Konzentrationen in der Umwelt auftreten, ist aber nicht abschliessend geklärt. Der Anteil an Mikroplastik an der gesamten Feinstaubbildung der Luft ist gering. Um Wissenslücken hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen von Mikroplastik zu schliessen, laufen aktuell Forschungsprojekte auf nationaler und internationaler Ebene; Herr Poggia hat auch darauf hingewiesen. In Zusammenarbeit mit Agroscope, der Eawag und eben auch der Empa werden zurzeit Methoden erarbeitet, um Mikroplastik in der Luft, im Wasser und im Boden zu charakterisieren und zu quantifizieren. Die Resultate dieser Arbeiten werden 2026 erwartet. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Abschätzung von Gesundheitseffekten durch Mikroplastik.

Wir sind auch Teil der internationalen Bestrebungen in diesem Bereich. Auf internationaler Ebene ist die Schweiz in die Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals eingebunden, in welcher die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit bis 2029 untersucht werden. In der Europäischen Union laufen bis 2026 gross angelegte Forschungsprojekte, in welchen die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit erforscht werden, und zwar im European Research Cluster to Understand the Health Impacts of Micro- and Nanoplastics.

In Anbetracht all dieser laufenden Arbeiten erachtet der Bundesrat, wie gesagt, die Erarbeitung eines weiteren Berichtes nicht als notwendig und bittet Sie, das Postulat abzulehnen.