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Lustenberger Ruedi · Nationalrat · 2003-06-02

Lustenberger Ruedi · Nationalrat · Luzern · Christlichdemokratische Fraktion · 2003-06-02

Wortprotokoll

Ich bin nicht ans Rednerpult gekommen, um mich zuerst zu entschuldigen, wie das Herr Aeschbacher gemacht hat, weil ich zu diesem Thema rede. Ich bin vor allem gekommen, um Herrn Bundesrat Leuenberger eine Frage zu stellen. Das "Entlastungsprogramm 2003" des Bundesrates mahnt Parlament, Kantone, Gemeinden und vor allem das Schweizervolk zum Sparen. In Ihrem Departement, Herr Bundesrat Leuenberger, ist beispielsweise - Sie haben es vor etwa einer Stunde hier ganz klar erklärt - das Programm "Energie Schweiz" massiv gefährdet. Nun meine Frage: Wären Sie bereit, zugunsten von "Energie Schweiz" in Zukunft auf das Wolfs- und meinetwegen auch auf das Luchskonzept zu verzichten? Es gäbe nämlich gute Gründe dafür. Mit "Energie Schweiz" leisten wir als Schweizerinnen und Schweizer beispielsweise einen Beitrag zugunsten der weltweiten Reduktion des CO2-Ausstosses. Aber mit dem Wolfs- und mit dem Luchskonzept leisten wir keinen Beitrag an die Lösung eines weltweiten Problems. Weshalb? Weil es kein Problem ist, weil nämlich weder Wolf noch Luchs in irgendeiner Art und Weise, unter keinem Titel, weltweit als gefährdete Spezies dastehen.

Wir werden in Zukunft vermehrt Wünschbares und Machbares trennen müssen. Wolfs- und Luchskonzept sind allenfalls wünschbar, aber keineswegs notwendig. Die Fortführung von "Energie Schweiz" allerdings erachte nicht nur ich als notwendig, sondern sogar auch Herr Roch, wie ich annehme.

Bitte überweisen Sie die Motion Maissen, und lehnen Sie das Postulat UREK-NR ab.