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Molina Fabian · Nationalrat · 2024-06-12

Molina Fabian · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2024-06-12

Wortprotokoll

Weltweit sind knapp 15 Prozent der Frauen und etwa 7 Prozent der Männer von Migräne betroffen. Migräne ist durch die starke Verbreitung eine Art Volkskrankheit mit weiblichem Gesicht. In der Schweiz sind es etwa eine Million Menschen, die unter dieser Krankheit leiden. Durch ihre starke Verbreitung hat Migräne auch volkswirtschaftliche Auswirkungen. Die medikamentöse Behandlung von Migräne kostet die Schweiz jährlich etwa 100 Millionen Franken. Durch die Ausfälle bei der Arbeit, durch Arbeitsunfähigkeit infolge von Migräne kommen rund 400 Millionen Franken zusätzlich an Kosten hinzu. Es ist deshalb evident, dass die Politik ein Interesse daran haben sollte, die Verbreitung von Migräne zu reduzieren und die Behandlung von Migräne zu verbessern. Entsprechend ist es unverständlich, dass sich die Schweizer Politik bis heute nur am Rande mit der Volkskrankheit Migräne auseinandergesetzt hat.

Mit meinem Postulat verlange ich, dass der Bundesrat in einem Bericht die Versorgungsforschung, die Prävention und die Behandlung von Migräne gemäss einem Public-Health-Ansatz untersucht und darlegt, welche Massnahmen ergriffen werden können, um das Leid der Betroffenen zu reduzieren. Dabei soll er insbesondere auch untersuchen, welche Massnahmen im Ausland in diesem Bereich bereits getroffen wurden und welche dieser Lösungsansätze von der Schweiz übernommen werden können.

In diesem Sinne und im Interesse rund einer Million von dieser Krankheit Betroffener bitte ich Sie, mein Postulat zu unterstützen.