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preparatory:AB 343401

Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2024-09-11

Wortprotokoll

Mit meiner Motion beantrage ich Ihnen, dass der Bund zusammen mit allen Akteuren und Akteurinnen des Gesundheitswesens - damit natürlich auch mit den Kantonen - eine Informationskampagne zur Sensibilisierung der Bevölkerung aufbaut. Auch soll ein Aus- und Weiterbildungsmodul für Fachpersonen über den Zusammenhang von Umwelt und Gesundheit bzw. Umwelt und Wohlbefinden entwickelt werden. Die Bevölkerung soll sich der gesundheitlichen Gefahren bewusst werden, wenn wir von Klimaerhitzung, Umweltverschmutzung und Abnahme der Biodiversität sprechen. Das Gesundheitspersonal soll über die Möglichkeiten Bescheid wissen, wie es einerseits vor Ort am Arbeitsplatz agieren kann und wie es andererseits Patienten und Patientinnen informieren kann.

Verschiedenste Studien belegen: Klimaerhitzung und Umweltverschmutzung haben fatale Folgen für die Gesundheit. Naturkatastrophen, Erdbeben, Tsunamis oder Bergstürze - die es bei uns auch gibt, bei den anderen Punkten in der Aufzählung hatten wir bislang noch etwas mehr Glück - machen die Erde teilweise unbewohnbar.

Immer mehr Hitzesommer und weniger Biodiversität gefährden einen Grossteil der Lebensmittelproduktion. Das wiederum hat sehr unmittelbare Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Ich habe es erwähnt: Verschiedenste Studien zeigen, dass die Klimaerhitzung, die Umweltverschmutzung und der Verlust der Biodiversität einige der grössten gesundheitlichen Bedrohungen überhaupt sind. Die Auswirkungen auf das Gesundheitswesen sind gross. Es sind Herausforderungen, die wir angehen müssen.

Es gab bei uns eine Übersterblichkeit aufgrund des Hitzesommers. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2019, mittlerweile sind auch schon neuere da, die dasselbe zeigen. Die Übersterblichkeit der Gesamtbevölkerung im Hitzesommer 2019 betrug 3,5 Prozent, bei Menschen über 85 Jahre waren es 6,8 Prozent. Das ist traurig.

Die Luftverschmutzung führt jährlich zu rund 2300 frühzeitigen Todesfällen, 12[NB]000 Fällen von akuter Bronchitis bei Kindern, 2300 Fällen chronischer Bronchitis, 3,6 Millionen Tagen eingeschränkter Aktivität bei Erwachsenen. Die Kosten belaufen[NB]sich[NB]heute[NB]schon[NB]auf[NB]7[NB]Milliarden[NB]Franken[NB]jährlich.

Wenn die Temperaturen weiter steigen, beginnt beispielsweise die Pollensaison früher, sie dauert länger, möglicherweise sogar das ganze Jahr. Das heisst, für alle Allergiker und[NB]Allergikerinnen wird es eine sehr viel schwierigere Zeit werden. Die Zecken, die häufig verantwortlich für Borreliose und Hirnhautentzündungen sind, überleben noch besser.

Die Klimakrise führt leider auch zu verstärkter UV-Strahlung, die das Risiko für Hautkrebs und Grauen Star deutlich erhöht. Pestizidangereicherte Lebensmittel verstärken oder lösen Allergien aus. Das sind nur einige Beispiele, die den direkten Zusammenhang zwischen Umwelt und menschlicher Gesundheit aufzeigen. Es ist nötig, klarer aufzuzeigen, wie sich die Bevölkerung besser schützen und informieren kann, um z.[NB]B. gesünder einzukaufen.

Ich bitte Sie im Interesse unserer Bevölkerung also sehr: Helfen Sie dabei, aufzuzeigen, wo wir uns, falls möglich, [PAGE 1468] gesünder verhalten und damit grosse Folgekosten einsparen können.