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Schmid Samuel · Bundesrat · 2003-06-10

Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2003-06-10

Wortprotokoll

Im Verlaufe des Krieges gegen den Irak setzten die verschiedenen Teilstreitkräfte der Koalition das ganze Spektrum vorhandener Waffen ein. Der Anteil an eingesetzter Präzisionsmunition war dabei mit rund 65 Prozent wesentlich höher als in den früheren Konflikten, was zu einer grundsätzlichen Verringerung von Flächenzerstörungen und Kollateralschäden führte. Je nach Gefechtskopf und -ladung erzeugen moderne Waffen im Ziel eine Druck- und/oder Splitterwirkung, die allenfalls mit einer vorhergehenden Penetrationsfähigkeit verbunden ist. Eingesetzt wurden auch so genannte Dispenserwaffen oder Clusterbomben sowie auch Kanistermunition, die über eine Vielzahl von Bomblets oder Submunitionsarten verfügten. Nebst den grosskalibrigen Waffen wie Lenkwaffen, Bomben, Artillerie- und Panzergeschossen standen vor allem Automatenkanonen der Kaliber 20 bis 30 Millimeter im Einsatz, wobei mindestens teilweise auch DU-Munition, die über einen Penetrationskern aus angereichertem Uran verfügt, verwendet worden ist.

Nebst den bewirkten Zerstörungen bilden Blindgänger mittel- und langfristig eine Gefahr. Erfahrungen aus den vergangenen Konflikten zeigen, dass vor allem bei den Submunitionen und Clusterbomblets ein Anteil von 5 bis 15 Prozent als Blindgänger zurückbleibt, die ein Risiko für die Zivilbevölkerung darstellen können. Die Langzeitwirkung von DU-Munition, die einen Penetrator aus angereichertem Uran beinhaltet, bleibt weiterhin umstritten.

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