Andrey Gerhard · Nationalrat · 2024-12-05
Andrey Gerhard · Nationalrat · Freiburg · Grüne Fraktion · 2024-12-05
Wortprotokoll
In diesem letzten Block geht es für uns Grüne um wichtige Entscheidungen im Umweltbereich, auch weil sie grosse Signalwirkung haben, insbesondere beim Bundesamt für Verkehr. Auch hier haben wir es mit Kreditsperren zu tun, welche der Bundesrat inmitten der Budgetverhandlung verkündet hat. So will er bei der Förderung der Nachtzüge und der Dekarbonisierung von Bussen und Schiffen eine solche Sperre verhängen. Dabei besteht mit dem CO2-Gesetz eine gesetzliche Grundlage zur Zweckbindung der Erträge aus der Versteigerung der Emissionsrechte für Luftfahrzeuge. Wir sind der Auffassung, dass der genannte Bereich ein besonders ungeeigneter Ort ist, um eine Kreditsperre zu verhängen. Natürlich ist es gemäss Finanzhaushaltgesetz das gute Recht des Bundesrates, dieses Mittel zu verwenden. Von wahnsinnig gutem Stil zeugt dieses Manöver hingegen nicht, und das hat nicht nur unsere Delegation irritiert.
Es ist wichtig, daran zu erinnern, was eine Kreditsperre bedeutet. Die gesprochenen Beträge sind im Budget enthalten und damit schuldenbremsenwirksam. Mit der Ankündigung der Kreditsperre bringt der Bundesrat das Parlament aber in Zugzwang und fordert indirekt, den von ihm vorgeschlagenen Betrag gar nicht erst einzustellen. Wenn der Bundesrat das Mittel der Sperre schon einsetzt, dann wäre er gut beraten, dies im Budgetjahr zu tun, sprich, wenn dieses angelaufen ist, und die Situation erst nach Inkrafttreten des Budgets neu zu beurteilen. C'est le ton qui fait la musique. So viel zum Stil.
Inhaltlich ist das Signal äusserst stossend. Es geht um verhältnismässig kleine Beträge, betrifft aber ein Umweltthema, das mit zu den wichtigsten gehört, nämlich die Elektrifizierung der Mobilität. Gerade in diesem Bereich ist auf dem Weg zu den erneuerbaren Energien der Rückstand im Vergleich zu anderen Sektoren besonders gross. Hier zu kürzen ist völlig verkehrt. Deshalb lehnen wir Grünen den Antrag der Minderheit Farinelli, welche den Betrag für die Nachtzüge sogar ganz aus dem Voranschlag streichen will, selbstverständlich ab und unterstützen dafür die Minderheit Stadler zu den Bussen und Schiffen sowie den Antrag der Mehrheit der Kommission, welche den Bundesrat auffordert, die Kreditsperren nicht zu verhängen. Den Antrag der Minderheit Schilliger, welche den Regionalverkehr nicht stützen will, lehnen wir ab.
En ce qui concerne l'Office fédéral de l'énergie, nous refusons la proposition de minorité Nicolet, qui vise à réduire le programme important Suisse Energie. En revanche, nous sommes convaincus que l'on peut se passer des centrales fossiles de réserve prévues par le crédit supplémentaire. [PAGE 2147] Nous sommes d'avis que cette mise à disposition par l'Etat du courant de secours fossile fausse le marché. Cette réserve devrait être acquise sur le marché et elle devrait être renouvelable. Non seulement elle serait moins chère, mais cela correspondrait aussi aux objectifs de la stratégie énergétique de la Confédération.
Concernant l'Office fédéral de l'environnement, nous vous invitons à soutenir la minorité Wettstein. Il s'agit d'une contribution importante pour réduire le potentiel de dommage du changement climatique. Vous avez pu écouter sa justification tout à l'heure.
Ensuite, nous suivons bien sûr la commission et le Conseil fédéral concernant les crédits supplémentaires pour la protection contre les dangers naturels et les inondations. En ce qui concerne la proposition de minorité Zybach, il se peut que notre groupe ne vote pas de manière uniforme, car le montant que la minorité demande est en fait compensé par le crédit supplémentaire plus élevé.