Graf Maya · Ständerat · 2024-12-11
Graf Maya · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2024-12-11
Wortprotokoll
Ich werde mich beim Einzelantrag Fässler[NB]Daniel[NB]enthalten,[NB]das[NB]heisst,[NB]ich[NB]werde[NB]ihn nicht ablehnen.
Ich möchte Ihnen aber gerne etwas ganz Wichtiges entgegnen. Wir haben einen Brief für ein Ja zum Kita-Gesetz bekommen: "Lieber Ständerat, liebe Ständerätin, lasst uns nicht im Regen stehen. Überführung der Anstossfinanzierung in eine zeitgemässe Lösung." Ganz viele Organisationen stehen dahinter. Darunter sind vor allem Gleichstellungs-, aber auch Frauenorganisationen, unter anderem der Schweizerische Katholische Frauenbund und der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband. Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband steht dahinter, dass wir in diesem Land die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Herr Fässler, ich sage Ihnen, warum: In unserer Schweizer Landwirtschaft hat sich etwas gewandelt, vielleicht noch nicht im Kanton Appenzell Innerrhoden, aber vielleicht - und da bin ich ganz sicher - in vielen anderen Kantonen in unserem Land. Heute haben Bäuerinnen einen Erstberuf, sie arbeiten auswärts, sie tragen zum Einkommen auf den Landwirtschaftsbetrieben bei, sie haben Kinder zu erziehen, sie führen den Haushalt, sie führen den Bauernbetrieb, und sie sind wie erwähnt erwerbstätig. Sie sind ebenso darauf angewiesen, dass in gewissen Situationen, an gewissen Tagen eine externe Tagesbetreuung in Anspruch genommen werden kann. Das kann eine Tagesfamilie sein. Wir haben hier nicht festgelegt, ob es immer eine Kita ist. Es kann eine Tagesfamilie sein. Sie bekommen selbstverständlich diese Betreuungszulage auch, und das ist richtig so.
Ich möchte Ihnen das einfach sagen, damit Sie sich bewusst sind, dass wir eigentlich davon ausgehen müssten, dass alle die Betreuungszulage in Anspruch nehmen können. Wir haben auch beschlossen, dass der Anspruch in allen Kantonen gilt, weil wir es nicht dem Zufall überlassen wollen, ob dort, wo eine Familie gerade wohnt, eine externe Kinderbetreuung in Anspruch genommen werden kann. Es sollte eigentlich auch selbstverständlich sein, dass alle dazu beitragen. Das wollte ich Ihnen einfach mitgeben.
Ich darf hier erwähnen, dass sich die Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes sehr dafür einsetzt, dass heute Bäuerinnen die Drei-, Vierfachbelastung unter einen Hut bringen und in den gewandelten gesellschaftlichen Verhältnissen auf dem Land, in den Landwirtschaftsbetrieben eine gute Versorgung, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist. Das hilft allen - finanziell, sozial und natürlich auch uns als Schweiz.