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Salzmann Werner · Ständerat · 2025-03-03

Salzmann Werner · Ständerat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-03-03

Wortprotokoll

Natürlich bitte ich Sie, auf diese Vorlage einzutreten und der Mehrheit zu folgen.

Ich möchte einige Punkte der Minderheitssprecherin aufwerfen, die natürlich einen Zielkonflikt ergeben. Sie will einerseits schauen, dass die Löhne verbessert werden, und andererseits will sie die Beiträge für die Landwirtschaft kürzen. Die Beiträge, die die Landwirtschaft erhält, sind seit zwanzig Jahren praktisch stabil. Die Kürzung, die man jetzt macht, bedeutet, gegenüber dem Vorjahr noch einmal weniger zu geben. Das heisst: Weil eine pauschale Budgetkürzung im Raum steht, soll in der Branche Landwirtschaft ebenso eine Reduktion vorgenommen werden wie in anderen Branchen, welche über die letzten zwanzig Jahre um über 100 Prozent gewachsen sind. Das ist nicht gerecht.

Die Landwirte kommen heute auf einen Lohn von 17 Franken pro Stunde. Wer arbeitet noch dafür? Wenn wir die Direktzahlung und die Löhne weiter kürzen, müssen Sie langsam aufpassen, dass es überhaupt noch Landwirte gibt, die diese Landwirtschaftspolitik umsetzen können. Wir haben das Problem, dass immer weniger Nachfolger in die Landwirtschaft einsteigen wollen, weil es für sie finanziell nicht mehr rentiert und die Arbeitsbelastung dermassen hoch ist. Diejenigen, die noch einen Betrieb bewirtschaften, müssen mit einem Nebenerwerb eine Querfinanzierung machen.

Es ist auch so, dass in der Schweiz die Nahrungsmittelkosten pro Haushalt nur bei 6 Prozent liegen - in den umgebenden europäischen Ländern betragen sie 10 Prozent und mehr. Man könnte also sagen: Will man das Einkommen verbessern, müsste man auf dem Markt höhere Preise erzielen. Dieser Druck, den wir jetzt auf die Marktpreise haben, ist viel grösser geworden. Sie kennen all die Grossverteiler, die in der Schweiz Fuss gefasst haben. In der Landwirtschaft ist der Preisdruck enorm.

Ich bitte Sie deshalb wirklich aus Sicht der Landwirtschaftspolitik und auch mit Blick auf die neue Agrarpolitik 2030 plus, die wir erarbeiten, jetzt hier keine Kürzungen vorzunehmen, sondern auf die Vorlage einzutreten und der Mehrheit zu folgen.