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Gugger Niklaus-Samuel · Nationalrat · 2025-03-20

Gugger Niklaus-Samuel · Nationalrat · Zürich · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2025-03-20

Wortprotokoll

Ich möchte, Herr Molina, nach Ihrem flammenden, aber auch aggressiven Votum abschliessend noch einmal die Frage in Erinnerung rufen: Wie wollen wir denn in einer globalisierten Welt miteinander umgehen? Wollen wir einander einfach Sachen vorhalten, oder wollen wir gerade mittels Freihandel an einer besseren Welt arbeiten?

Ich selber komme aus Südindien. Ich kenne die Textilindustrie, und, lieber Herr Molina, ich lade Sie von Herzen ein, mit mir zur South Indian Mills Association zu kommen. Ich zeige Ihnen, dass dort viel grüner produziert wird, als Ihr Vorwurf vermuten lässt. Auf die Kinderarbeit können wir nur Einfluss nehmen, wenn wir diesem Freihandel zustimmen.

Sie sagten in Ihrem Votum, Herr Molina, die Apotheke der armen Menschen sei gefährdet. Nein, gerade diesbezüglich haben wir uns ja mit den grossen Playern in dieser Welt unterhalten, mit Novartis, mit Roche, sodass auch Indien sich einverstanden erklären konnte.

Und zum Abschluss: Heute schauen nicht nur die Schweiz, nicht nur die EFTA-Staaten Island, Norwegen und Liechtenstein, sondern auch Europa, das UK und die ganze Welt auf uns. Wollen wir heute ein Zeichen setzen, um gemeinsam vorwärtszukommen? Wollen wir das, was verschiedene Vorrednerinnen und Redner gesagt haben, nämlich für[NB]den[NB]Wohlstand[NB]der Schweiz mit Indien zusammenzuarbeiten?

Ich komme zum Schluss: Es ist ein Zeichen für die Zukunft, wenn wir nun gemeinsam diesem Abkommen zustimmen, denn, und das gilt es festzuhalten, die Kommission beantragt Ihnen mit 17 zu 3 Stimmen bei 5 Enthaltungen, dem Abkommen zuzustimmen. Ich glaube, das ist ein starkes Zeichen. Weiter muss ich dies nicht ausführen. [PAGE 485]