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Rösti Albert · Bundesrat · 2025-05-06

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2025-05-06

Wortprotokoll

Mit dem Postulat soll der Bundesrat beauftragt werden, die Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf die Energiestrategie 2050 und die CO2-Neutralität zu untersuchen. Ich habe ein etwas anderes Verständnis von diesem Postulat als der Minderheitssprecher, Herr Nationalrat Graber. Selbstverständlich sind dem Bundesrat die künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Chancen sehr wichtig. Sie stehen absolut im Zentrum - ich war auch an der entsprechenden Ministerkonferenz in Paris -, es ist wichtig, dass wir diese Chancen nutzen. Die Schweiz ist mit ihrem Supercomputer in Lugano und mit der erstklassigen Forschungsarbeit der ETH auch prädestiniert, hier eine führende Rolle zu spielen. Das möchte ich im Gegensatz zum Minderheitssprecher hier voranstellen.

Das hindert den Bundesrat aber nicht, dieses Postulat zur Annahme zu beantragen und einen Bericht zu machen, damit wir uns vergegenwärtigen können, was betreffend den Energiebedarf auf uns zukommt. Denn wir müssen natürlich auch unsere Stromversorgung darauf ausrichten, dass wir in Zukunft mehr Strom brauchen - und egal, wie viel mehr, es wird mehr sein. Und gerade die Rechenzentren gehören auch dazu, und damit verbunden ist die Notwendigkeit für die künstliche Intelligenz. Wir erachten es als nötig, dass wir hier die erforderliche Grundlagenarbeit machen, dass wir auch prüfen, was an Energieeffizienz herausgeholt werden kann, wie die Abwärme genutzt werden kann. Aber das sind alles keine Argumente gegen die künstliche Intelligenz, sondern Argumente dafür, dass wir die Energie und den Strom bereitstellen müssen. Wir haben einige andere kritische Dossiers, die wir hier auch erwähnen können. Also ist es eher ein Argumentarium dafür, mehr Strom zu produzieren, wenn wir dann sagen können, wie gross der Bedarf neuer Technologien ist.

Eines ist klar: Die Chancen - das wird in der Staatengemeinschaft allgemein so gesehen - sind weit grösser als die Gefahren. Das ist vielleicht eine etwas gewagte Aussage, aber auf alle Fälle muss ein technologisch innovatives Land wie die Schweiz hier vorne mitmachen und auch die Auswirkungen, die diese Technologie hat, prüfen.

Deshalb beantragt Ihnen der Bundesrat, das Postulat Fivaz Fabien anzunehmen. Wenn ich dies an seiner letzten Nationalratssitzung verkünden kann, ist das doch auch eine erfreuliche Sache.