Wasserfallen Flavia · Ständerat · 2025-06-04
Wasserfallen Flavia · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2025-06-04
Wortprotokoll
Ich möchte noch auf das Votum von Kollege Michel reagieren. Man muss schon unterscheiden: Wenn die Kantone davon ausgehen, dass der psychosoziale Bedarf über Freiwilligenarbeit, die ich hochschätze - wie auch Ihr Angebot und Ihr Engagement -, bereits abgedeckt ist, dann würden sie nicht fordern, dass dieser Punkt explizit noch aufgenommen wird.
Verbunden mit der Bedarfsabklärung geht es hier darum, persönliche Krisen zu vermeiden, die zu einem Heimeintritt führen können. Es geht nicht darum, einen Kaffee zu bezahlen und irgendwo einen Schwatz zu haben. Hier gibt es in diesem psychosozialen Bereich Unterschiede in der Freiwilligenarbeit und in der Begleitung. Hier braucht es teils vielleicht eher fachliche Angebote, die auch nicht sehr teuer sind. Sie kennen vielleicht den Entlastungsdienst, es gibt aber auch andere Angebote.
Es geht nicht darum, hier irgendein Businessmodell einzuführen. Im Bereich der EL-Beziehenden wäre das auch eher schwierig, sonst würde es vielleicht auch ein Business im Bereich Wohnungen für EL-Beziehende geben - ich weiss es nicht. Aber diesen Unterschied muss man machen. Es geht um EL-Beziehende, und es geht darum, persönliche Krisen zu vermeiden. Und es geht darum, bei persönlichen Krisen den Bedarf nach psychosozialer Unterstützung abzuklären, wofür gewisse fachliche Voraussetzungen notwendig sind. Damit soll aber keineswegs die sehr wichtige und hochgeschätzte Freiwilligenarbeit konkurrenziert oder kleiner gemacht werden.