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Beerli Christine · Ständerat · 2003-06-19

Beerli Christine · Ständerat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2003-06-19

Wortprotokoll

Ich denke, Mehrheit und Minderheit unterscheiden sich praktisch nicht. Es gibt einen einzigen kleinen Grund, weshalb ich mich bei der Mehrheit [PAGE 697] befinde. Aber ich möchte Ihnen zuerst sagen, was Mehrheit und Minderheit gemeinsam haben.

Mehrheit und Minderheit wollen Absatz 2 streichen. Mehrheit und Minderheit wollen klar nicht, dass eine Technologieplattform aufgebaut wird. Beide wollen nicht, dass irgendeine Institution geschaffen wird, die in irgendeiner Art und Weise dem Schweizerischen Netzwerk für Innovation ähnelt, das sehr stark und zu Recht kritisiert worden ist und sich in der Tat in den letzten Zügen befindet. Weder die Mehrheit noch die Minderheit möchte, dass man etwas Analoges aufbaut. Mehrheit und Minderheit finden, dass Technologietransfer etwas Wichtiges ist, dass man diesen Technologietransfer auch professionell betreiben muss und dass demzufolge die Technologietransferstellen der Hochschulen eine Unterstützung verdient haben.

Der kleine Unterschied ist derjenige, dass die Mehrheit der Ansicht ist, man sollte mit diesen 16 Millionen Franken die Technologietransferstellen der Universitäten und der Fachhochschulen unterstützen können, währenddem die Minderheit die 16 Millionen Franken der KTI zuordnet und damit im Prinzip eine Richtung auf die Fachhochschulen hin anzeigt.

Ich bin Vertreterin der Fachhochschulen, ich habe mein Herz natürlich auf der Seite der Fachhochschulen. Dennoch muss ich Ihnen ans Herz legen, auch an die Universitäten zu denken, weil ich davon überzeugt bin, dass sie im Bereich des Technologietransfers eher noch etwas hinter den Fachhochschulen nachhinken und etwas aufzubauen haben, was die Fachhochschulen unter Umständen schon in den ersten Jahren ihres Bestehens gemacht haben. Man sollte den Universitäten beziehungsweise ihren Technologietransferstellen auch die Möglichkeit geben können, etwas von diesen 16 Millionen Franken zu profitieren.

Von der Mehrheit und der Minderheit ist wiederum ganz klar festgehalten worden, dass die Leistungen an beide Hochschultypen gehen können, an die Universitäten und an die Fachhochschulen. Es wäre auch mit dem Konzept der Mehrheit durchaus möglich, dass das Geld von der KTI verwaltet wird, dass die Organisation, die Verwaltung, von der KTI durchgeführt wird, aber dass eben auch Gesuche von Technologietransferstellen aus dem universitären Bereich behandelt und allenfalls gutgeheissen werden könnten, wenn sie alle übrigen Voraussetzungen erfüllen.

Nachdem ich dies präzisiert und aufgezeigt habe, wie klein der Unterschied zwischen Mehrheit und Minderheit ist, bitte ich Sie, der Mehrheit zuzustimmen.

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