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Riniker Maja · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion · 2025-09-17
Wortprotokoll
Sehr geehrter Herr Marschall des polnischen Sejm, Szymon Hołownia, sehr geehrte Damen und Herren, es ist mir eine besondere Ehre, Sie und Ihre Delegation heute hier im Bundeshaus willkommen zu heissen - besonders, nachdem Ihr Besuch letztes Jahr aufgrund schwerer Überschwemmungen in Polen abgesagt werden musste.
Polen ist für die Schweiz ein bedeutender Partner, nicht nur auf politischer und kultureller Ebene, sondern auch in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und im wissenschaftlichen [PAGE 1619] Austausch. Wir schätzen die exzellenten bilateralen Beziehungen, die sich über die Jahre entwickelt haben und in zahlreichen Bereichen Früchte tragen.
In unserem Gespräch heute Vormittag haben wir, geschätzter Herr Marschall, uns auch über die aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa ausgetauscht. Mit grosser Sorge habe ich die Nachrichten der vergangenen Tage über die Verletzungen des polnischen Luftraums durch russische Drohnen verfolgt. Solche Vorkommnisse sind eine klare Verletzung der territorialen Integrität eines europäischen Staates. Sie führen uns allen vor Augen, wie fragil die Sicherheit auf unserem Kontinent gegenwärtig ist.
Polen trägt seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 eine besonders grosse Last. Als unmittelbarer Nachbarstaat leistet es nicht nur einen grossen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine und der ukrainischen Flüchtlinge, sondern auch zur Stabilität und Sicherheit Europas.
Auch wir in der Schweiz - und besonders hier im Parlament - setzen uns intensiv mit den Folgen dieses Angriffskriegs auseinander. Es ist mir ein Anliegen, die Perspektive Polens auf die Sicherheit in Europa mit meinen Ratskolleginnen und -kollegen zu teilen. (Die Präsidentin klopft mit einem Stab auf ihr Pult)
Ich habe heute eine "laska marszalkowska" als Geschenk erhalten, einen Stab, um Ordnung zu schaffen und Aufmerksamkeit zu bekommen, (Heiterkeit) den der Marschall im polnischen Parlament einsetzt - aber bei ihm ist der Stab so hoch. (Die Präsidentin erhebt sich und zeigt die Höhe)
Es ist mir wichtig, Sie einzuladen, heute Mittag um 13 Uhr in Zimmer 286 dem Sejm-Marschall für einen Austausch zu den sicherheitspolitischen Herausforderungen Polens zur Verfügung zu stehen.
Sehr geehrter Herr Marschall, ich bin überzeugt, dass der enge Kontakt zwischen unseren Parlamenten nicht nur die polnisch-schweizerischen Beziehungen stärkt, sondern auch unser gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen dieser Zeit vertieft. Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Grundlagen für eine friedliche, demokratische und prosperierende Zukunft Europas zu sichern.
Ich danke Ihnen, dass Sie zusammen mit Ihrer grossen Delegation in die Schweiz gereist sind, Herr Hołownia, und wünsche Ihnen während Ihres offiziellen Besuchs viele bereichernde Begegnungen! Ich freue mich, dass Sie hier sind. (Stehende Ovation)[GZ]
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Schluss der Sitzung um 12.45 Uhr [GZ]
La séance est levée à 12 h 45 [PAGE 1620]
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