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Haller Ursula · Nationalrat · 2003-09-18

Haller Ursula · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2003-09-18

Wortprotokoll

Frau Dormann, wir alle wollen tatsächlich vollständige Arbeit machen, da haben Sie Recht. Insofern bedaure ich es sehr, dass wir dieses wichtige Gesetz nur stückweise beraten. Ich bedaure es, dass die Diskussionen mit immer wieder unterschiedlicher Besetzung geführt werden und dass die Eintretensdebatte zerstückelt wird. Da wird die ganze Gesetzesberatung unwürdig unterbrochen, obwohl es gerade bei diesem Gesetz ja so wichtig ist, dass man das Pro und Kontra kennt.

Ich will das nur einmal tun. Ich werde in Zukunft nicht mehr ans Mikrofon kommen, einfach nur, um mich den Vorrednern anzuschliessen. Dafür ist unsere Zeit zu wertvoll. Aber trotzdem möchte ich hier doch noch im Namen der SVP-Fraktion sagen - auch auf die Gefahr hin, dass Frau Dormann sagt, es seien nur formaljuristische und gesetzestechnische Gründe, die uns veranlassten, die ganze Diskussion auf die Beratung über das Bundesgesetz über die Forschung am Menschen zu verschieben -: Auch wir haben nach einer langen Diskussion in der Kommission den Eindruck, dass die Bedeutung der Parthenoten in der Forschung noch unklar ist; es ist deshalb aus unserer Sicht falsch, sie hier regeln zu wollen. Wir wissen, dass es in der Natur diese Variante gibt: Sowohl bei Pflanzen und Insekten als auch bei gewissen Reptilien kommen Parthenoten vor. Wir sind uns aber aufgrund des heutigen Wissensstandes bewusst, dass sich Parthenoten nicht zu einem Menschen entwickeln können, weil die Embryonen in einem sehr frühen Stadium absterben. Dies sind die Gründe dafür, dass wir jetzt die Diskussion über das Stammzellenforschungsgesetz zu Ende führen möchten und dann die ausgiebige Diskussion über die Parthenoten im Bundesgesetz über die Forschung am Menschen führen wollen.

Ich bitte Sie deshalb im Namen der SVP-Fraktion, den Minderheitsantrag Gutzwiller anzunehmen.