Gartmann Walter · Nationalrat · 2025-09-25
Gartmann Walter · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-25
Wortprotokoll
Unsere Schweiz, unsere Heimat, ist zweifellos ein wunderschönes Land, ich möchte sagen, das schönste. Es ist nicht allzu gross, aber es ist reich an Werten, an Schönheit, an Stabilität. Wir leben heute in einer Welt, in der so vieles zerbricht, doch hier funktioniert noch sehr vieles - noch. Wir haben ein funktionierendes Stromnetz und eine Wasserversorgung für alle. Wir haben eine Eisenbahn, welche grösstenteils pünktlich und zuverlässig fährt - ausser es fährt gerade mal die Deutsche Bahn im Netz, dann gibt es Verspätungen -, eine Versorgungssicherheit, welche sicherstellt, dass niemand Hunger leiden muss, und wir leben in Freiheit und Sicherheit. Das sind Dinge, von denen Millionen Menschen auf der Welt nur träumen können. Doch genau dieses geniale Schweizer Fundament ist heute bedroht.
Durch die masslose Einwanderung in die Schweiz haben wir ein ungebremstes Wachstum, welches unser Land zerreisst. Habe ich eben noch davon gesprochen, was alles funktioniert, sieht man bereits heute Tendenzen, welche nichts Gutes erahnen lassen. Die Schweiz ist nun mal, wie sie ist: klein, begrenzt, eingebettet zwischen Bergen, Seen und einigen wenigen städtischen Gebieten. Wir haben, Gott sei Dank, keine Absichten und auch gar keine Möglichkeit, uns auf Kosten anderer zu vergrössern. Wenn die Bevölkerung aber so massiv weiterwächst, dann zerstören wir das, was uns heute stark macht.
Die Bahnhöfe und Züge sind übervoll, die Strassen sind laufend verstopft, sogar auf Bergwanderungen steht man sich neuerdings auf den Füssen herum. Der Wohnraum wird knapp und unbezahlbar. Und ich staune, dass die linke Seite nicht merkt, wo der Wurm drin ist. Unsere Natur - Wiesen, Wälder und Felder - verschwindet immer mehr unter Beton. Und zu guter Letzt verlieren wir unseren föderalistischen Zusammenhalt, die gelebte direkte Demokratie und das Vertrauen in eine funktionierende Schweiz. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Nachkommen nur noch aus dem Geschichtsbuch erfahren dürfen, was unsere Vorfahren einst für ein grossartiges und funktionierendes Land aufgebaut hatten, welches wir wohl mit Ignoranz und Dummheit in Kürze zerstört haben werden. Vorhin hat mein Kollege Gianini die Initiative eine Chaos-Initiative genannt. Herr Gianini, das Chaos ist da. Schauen Sie mal, wie es auf Bahnhöfen, auf Strassen zu- und hergeht: überall Dichtestress. Das ist nicht nur ein Modewort, es ist so.
Wir wollen eine Schweiz, die für Menschen da ist, die ihre Freiheit bewahrt, ihre Natur schützt und ihre Stabilität sichert. Wir haben nur diese eine Schweiz, und wir haben die Verantwortung, diese zu bewahren - nicht aus Angst vor Fremden, sondern aus Liebe zur Schweiz.