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Grüter Franz · Nationalrat · 2025-09-25

Grüter Franz · Nationalrat · Luzern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-25

Wortprotokoll

Die Schweiz zählt bereits heute über 9 Millionen Einwohner. Jahr für Jahr wächst die Bevölkerung - nicht wegen der Geburtenrate, sondern fast ausschliesslich wegen der masslosen Zuwanderung. Allein 2022 kamen netto über 180[NB]000 Menschen zusätzlich in unser Land. Das [PAGE 1849] entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Basel. In nur einem Jahr stopfen wir die Bevölkerung der drittgrössten Schweizer Stadt in unser Land. Wenn wir so weitermachen, haben wir in wenigen Jahren eine 10-Millionen-Schweiz. Dafür ist unser Land infrastrukturmässig schlicht nicht gebaut. Es sprengt alle Limiten.

Was sind die Folgen dieses Wachstums? Unsere Infrastruktur stösst längst an ihre Grenzen. Die Staustunden haben sich seit 2007 verdreifacht. Die Wohnungsnot wird immer dramatischer. Vier von fünf Wohnungen der letzten zwanzig Jahre mussten einzig gebaut werden, um das Bevölkerungswachstum einigermassen zu bewältigen. Die Mietpreise explodieren, die Spitäler sind überlastet. In vielen Schulklassen stellen Kinder mit Migrationshintergrund die Mehrheit dar. Unsere Sozialwerke werden stark strapaziert. Mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen sind Ausländer, auch wenn der Anteil der Ausländer an den Erwerbspersonen nur ein Viertel beträgt. Besonders gravierend: Unsere Natur wird zubetoniert. Täglich verschwinden Grünflächen im Umfang von fast acht Fussballfeldern.

Diese Entwicklung ist nicht nachhaltig. Sie gefährdet unsere Energieversorgung, unsere Ernährungssicherheit, unsere Lebensqualität und unsere Umwelt - oder kurz gesagt: die Zukunft unseres Landes. Unsere Initiative zieht klare und vernünftige Grenzen. So darf die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 die 10-Millionen-Marke nicht überschreiten. Das Ziel ist nicht Abschottung. Auch mit dieser Initiative können jährlich rund 35[NB]000 Menschen in unser Land einwandern. Wer hier sagt, ab 2050 sei fertig, es dürfe niemand mehr kommen, dem muss ich sagen: Dem ist nicht so. Selbstverständlich können wir als Schweiz, wie viele andere klassische Einwanderungsländer - ich denke an Australien, Kanada usw. -, auch nach 2050 festlegen, wen wir brauchen, und eine sogenannte selektive Zuwanderung machen. Wenn Sie Maurer, Bäcker, Pflegepersonal oder Ärzte brauchen, können Sie diese Leute ins Land holen. Aber es können nicht mehr alle einfach hierherkommen. Viele andere Staaten machen das erfolgreich vor. Deshalb ist es auch nach 2050 problemlos möglich, hier den Bedürfnissen der Wirtschaft Rechnung zu tragen.

Was die Zuwanderung angeht, lebt die Schweiz heute am Limit. Wir sind alle betroffen: überfüllte Züge, steigende Krankenkassenprämien, hohe Mieten, die Energieversorgung usw. Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass wir handeln. Ich glaube, wir bieten hier der Schweizer Bevölkerung ein echtes Modell, eine Lösung, wie man diesem Problem Rechnung tragen kann.

Ich bitte Sie daher eindringlich: Unterstützen wir diese Initiative. Sagen wir Nein zur 10-Millionen-Schweiz und Ja zu einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft.