Rieder Beat · Ständerat · 2025-09-25
Rieder Beat · Ständerat · Wallis · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2025-09-25
Wortprotokoll
Ich halte mich sehr kurz. Ich habe jede Wolfsdebatte seit 2015 hier im Rat mitgemacht. Das ist nicht der Beginn der Diskussion über den Wolf in diesem Rat. Der erste Ständerat, der dieses Problem dem Bundesrat vorgelegt hat und der den Bundesrat aufgefordert hat, energisch zu intervenieren, war Ständerat Maissen aus dem Kanton Graubünden Ende der Neunzigerjahre. Genau hier hat er gesessen und den Bundesrat darauf hingewiesen, dass dieses Problem über die Jahre ausser Kontrolle geraten könnte. Es wird ausser Kontrolle geraten, es wird weiter ausser Kontrolle geraten, wenn wir hier nicht energisch und gezielt die Rudel entfernen.
Vor ungefähr acht Jahren hat Sie Ständerat Engler darauf hingewiesen, wie sich die Zunahme in der Schweiz entwickeln wird. Jetzt sind wir in der nächsten Phase. Die Wolfsrudel werden aus den Alpenkantonen, wo wir sie hatten und noch immer haben, und zwar in grosser Zahl, aufgrund der Dichte, in der sie dort leben, in andere Kantone weiterziehen. Im Osten geht es in Richtung Rheintal, St.[NB]Gallen. So in vier, fünf Jahren werden sie dann auch flächendeckend in den Kantonen Zürich und Aargau sein. Auf der Westschweizer Seite sind sie jetzt vom Unterwallis in den Kanton Waadt gewandert - daher die Motion Broulis. Sie werden über den Jurabogen nach Basel weiterziehen. In genau fünf Jahren werden hier dann wiederum Kantonsvertreter - vielleicht aus anderen Kantonen, aus dem Kanton Basel-Stadt, dem Kanton Basel-Landschaft, dem Kanton Aargau - erklären, dass wir uns mit dieser Problematik befassen müssen, dass man diese Wölfe, die problematisch sind, vor allem im städtischen Bereich abschiessen müsse.
Handeln Sie jetzt, nehmen Sie die Motionen an. Die Motion Friedli Esther hat in der Revision des Jagdgesetzes eine dreistündige Diskussion ausgelöst: Wollen wir in Jagdbanngebieten schiessen können oder nicht? Damals hat der Rat noch gesagt: Das wollen wir nicht; wir können die Massnahmen des Bundesrates abwarten und schauen, was passiert. Heute müssen wir sagen, wie das die Vertreter dieser Kantone gesagt haben, dass das nicht wirkt, dass wir weitere Massnahmen umsetzen müssen. Ich hoffe, dass der Bundesrat die Situation richtig einschätzt.