Wandfluh Ernst · Nationalrat · 2025-09-25
Wandfluh Ernst · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-25
Wortprotokoll
Der Flächenverbrauch in der Schweiz ist real und besorgniserregend. Laut Daten des Bundesamts für Statistik wuchs unsere Siedlungsfläche zwischen 2009 und 2018 um 180 Quadratkilometer. Das ist fast doppelt so viel wie die Fläche des Zürichsees. Neun von zehn neuen Siedlungsflächen entstanden auf Kulturland. Pro Stunde verschwinden in der Schweiz rund 2000 Quadratmeter nicht vermehrbarer Boden. Das zerstört die Landschaften und die Biodiversität und gefährdet unsere Ernährungssicherheit.
Wir haben heute fast einen Drittel mehr Wohnungen als im Jahr 2000, und trotzdem haben wir einen Wohnungsnotstand. Die landwirtschaftliche Nutzfläche ist im gleichen Zeitraum um 3 Prozent zurückgegangen. Das tönt zwar, als sei es nicht viel, es sind aber rund 30[NB]000 Hektaren pro Jahr. Sogar die Anzahl Milchkühe ist um 4,7 Prozent bzw. um 70[NB]000 zurückgegangen - da man vorhin schon eine "Milchbüechli-Rechnung" gemacht hat. Und da kann ich Sie beruhigen: Wir Schweizer trinken 60 Liter Milch pro Jahr, also vier Liter mehr Milch als Bier.
Unsere Infrastrukturen stammen aus den 1960er-Jahren und müssten ständig ausgebaut werden. Hinzu kommen dann noch ökologische Ausgleichsmassnahmen. Das alles braucht Land und Platz. Wenn die linke Seite wirklich etwas für die Biodiversität machen will: Lassen Sie uns die Zuwanderung steuern, und empfehlen Sie die Initiative zur Annahme. Sagen Sie Ja zu einer nachhaltigen Bevölkerungsentwicklung statt zu einer ungebremsten und ungesteuerten Zuwanderung. Sagen Sie Ja zu einer Schweiz, deren ständige Wohnbevölkerung die Zahl von 10 Millionen Menschen vor dem Jahr 2050 nicht überschreitet.
Ich danke Ihnen für die Unterstützung.