Walliser Bruno · Nationalrat · 2025-09-25
Walliser Bruno · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-09-25
Wortprotokoll
Die Schweiz steht vor einer grossen Herausforderung: dem starken Bevölkerungswachstum durch die ungebremste Zuwanderung. Heute leben bereits über 9 Millionen Menschen in der Schweiz. Viele Prognosen gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahrzehnten die Marke von 10 Millionen Menschen überschreiten werden. Dem müssen wir Gegensteuer geben.
Die Zuwanderung hat auch direkte Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Schon jetzt herrscht nicht nur in den Städten akute Wohnungsnot. Vielerorts liegt die Leerwohnungsziffer bei unter 1 Prozent. Das bedeutet, dass es praktisch keine freien Wohnungen mehr gibt. Für Durchschnittsfamilien wird die Situation immer schwieriger. Eine Vier- bis Fünfzimmerwohnung, die für Eltern und Kinder notwendig ist, ist nicht mehr zu finden. Viele Familien müssen daher entweder an den Stadtrand ziehen, längere Pendelzeiten in Kauf nehmen oder schlicht auf Wohnqualität verzichten. Die Ursachen dafür liegen im Zusammenspiel mit der Zuwanderung begründet.
Durch links-grüne Politik sind die Bauflächen begrenzt, Baubewilligungsverfahren werden langwierig und durch willkürliche Einsprachen verhindert. Das schreckt auch Investoren ab. Die Mieten werden immer teurer, zentrale Lagen sind kaum mehr bezahlbar. Die meisten Schweizerinnen und Schweizer können sich kein Wohneigentum mehr leisten. Für die Wohnungsknappheit ist auch die massive Zuwanderung mitverantwortlich. Die Wohnungsknappheit wird durch die anhaltend hohe Zuwanderung angetrieben. Allein 2024 sind 87[NB]143 Personen zusätzlich in unsere kleine, schöne Schweiz gekommen. Diese Leute drängen selbstverständlich auch in den Wohnungsmarkt und verschärfen das Problem zusätzlich. Der Grund dafür ist völlig klar, wird aber politisch totgeschwiegen: die ungebremste Zuwanderung.
Kollege Jauslin hat in der Debatte gesagt, dass Dichtestress entstehe, wenn die fremde Nasenspitze näher komme; er sehe das Phänomen an vielen Orten in der Schweiz. Genau, Herr Jauslin, Sie haben absolut recht, aber wieso unterstützen Sie dann die Nachhaltigkeits-Initiative nicht? Vielleicht halten Sie es halt so, weil die Nachhaltigkeits-Initiative aus der Feder der SVP stammt.
Die Debatte über die 10-Millionen-Schweiz ist nicht nur eine Zahlendiskussion, sondern betrifft auch die Lebensqualität aller Menschen. Denn wenn sich eine Durchschnittsfamilie die Miete nicht mehr leisten kann, stehen weit mehr als nur Wohnungsfragen auf dem Spiel, namentlich der soziale Zusammenhalt.
Sagen Sie also Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative. Sagen Sie Ja zu einer nachhaltigen Bevölkerungsentwicklung statt zu einer ungesteuerten, ungebremsten Zuwanderung. Sagen Sie Ja zu einer Schweiz, deren ständige Wohnbevölkerung 10 Millionen Menschen vor dem Jahr 2050 nicht überschreiten darf.