Brenzikofer Florence · Nationalrat · 2025-12-03
Brenzikofer Florence · Nationalrat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2025-12-03
Wortprotokoll
Wir entscheiden heute über den Verpflichtungskredit des regionalen Personenverkehrs für die Jahre 2026 bis 2028, ein Thema, das alle Regionen der Schweiz und den öffentlichen Verkehr mit Bahn, Bus, Schiff oder Seilbahn betrifft. Es geht um die Erschliessung des ländlichen Raums, ob touristisch oder weniger touristisch, und es geht um Verbindungen im städtischen Gebiet und ins benachbarte Ausland.
Uns von der Grünen Fraktion geht es darum, die Klimaziele im Sektor des Verkehrs weiterzuverfolgen und die vom Parlament beschlossenen Ziele ernst zu nehmen und umzusetzen. Dazu gehören die angestrebten Ziele zur Erhöhung des Modalsplits beim öffentlichen Verkehr. Dieser Anteil des Modalsplits stagniert heute. An diesen Zielen wollen und sollen wir festhalten, und um diese zu erreichen, braucht es verschiedene Ansätze.
Es braucht eine flächendeckende Versorgung und attraktive Verbindungen, auch im ländlichen Raum. Dazu gehört ein Taktfahrplan. Es braucht attraktive Knotenpunkte zum Umsteigen vom motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr und vom Langsamverkehr auf den öffentlichen Verkehr. Es braucht attraktive Preissegmente, insbesondere für junge Menschen, damit sie ab 18 ihren Weg im ÖV gehen.
Es geht einerseits um den Alltagsverkehr von Pendlerinnen und Pendlern, und es geht auch um den Freizeit- und Tourismusbereich, welcher einen Grossteil des Verkehrs ausmacht.
J'aimerais aborder spécialement le secteur du loisir et le secteur touristique. Je voudrais aborder un sujet qui n'a été que brièvement évoqué au sein de la commission, mais qui a été repris dans plusieurs interventions de collègues. Il s'agit du classement d'interventions telles que la motion Maret Marianne, "Le transport des touristes. Parent pauvre des transports publics[NB]?", ou le postulat Clivaz Christophe, "Stratégie nationale en faveur de l'amélioration de la desserte en transports publics vers les régions touristiques". Notre groupe n'est pas complètement convaincu par l'argumentaire du Conseil fédéral proposant de classer ce postulat.
Dans son message, le Conseil fédéral explique à ce sujet qu'il n'est pas nécessaire d'agir davantage dans ce domaine. La stratégie touristique suisse ainsi que d'autres programmes fédéraux prennent, selon lui, déjà suffisamment en compte le thème de la mobilité touristique, et diverses mesures ont été mises en oeuvre ces dernières années ou sont en cours de réalisation à l'échelle fédérale pour renforcer la desserte des régions touristiques par les transports publics. Oui, certains progrès ont été réalisés ces dernières années en matière d'accessibilité en transports publics vers les régions touristiques, et la stratégie touristique suisse donne désormais plus de place à la question de la mobilité. Il n'en reste pas moins que le constat à l'origine du dépôt du postulat, à savoir que des flux importants de véhicules se rendent chaque fin de semaine et lors des vacances des agglomérations vers les destinations touristiques, provoquant la saturation du réseau autoroutier et de nombreux bouchons, est toujours d'actualité. Il l'est encore plus, maintenant que la haute saison des abonnement comme "Magic Pass" ou "Alps Pass" attire beaucoup de personnes dans les régions touristiques.
Historiquement, le système de transport suisse pense en première ligne en fonction des besoins des travailleurs pendulaires, alors que le trafic touristique et de loisirs représente aujourd'hui 52 pour cent des déplacements. C'est dans ce contexte que le groupe des Verts aurait salué une véritable stratégie nationale en matière d'accessibilité en transports publics vers les régions touristiques.
Der Regionalverkehr ist eine Säule unserer nationalen Mobilität. Die Kantone, Gemeinden und der Bund tragen die Aufgabe der ausgewogenen Finanzierung gemeinsam - das ist einer der grossen Erfolge unseres Föderalismus.
Der Entwurf des Bundesrates liegt über dem bisherigen Kredit, bleibt aber rund 9 Prozent unter dem in der Vernehmlassung geäusserten Bedarf. Angesichts der steigenden Betriebs- und Investitionskosten reicht diese vom Bundesrat vorgesehene Höhe nicht aus, um das geplante Fahrplanangebot des RPV umsetzen zu können. Wenn wir die Stabilität des Angebots aufrechterhalten wollen, insbesondere dort, wo es am schwierigsten und kostspieligsten ist, braucht es eine Erhöhung des Kredits. Es braucht sie auch, um einen höheren Modalsplit zugunsten des öffentlichen Verkehrs zu erreichen.
Die Grüne Fraktion unterstützt deshalb die Minderheit I (Klopfenstein Broggini), übernommen von unserem Ratskollegen Michael Töngi, und unterstützt somit für die Jahre 2026 bis 2028 eine Erhöhung des Kredits auf 3614,7 Millionen Franken. Ohne zusätzliche Aufstockung des Kredits droht ein Angebotsabbau, insbesondere der ländliche Raum wäre betroffen.
Der neue Fahrplan steht vor der Tür, und wir wissen es nur zu gut von unseren eigenen Regionen: Ein solides Angebot, ein Taktfahrplan erleichtert den Alltag. Schülerinnen und Schüler profitieren, ältere Menschen bleiben mobil, Berufspendlerinnen und Berufspendler gewinnen an Flexibilität, und wer täglich auf den ÖV angewiesen ist, merkt schnell, wie viel Lebensqualität ein verlässlicher Takt schafft. Ein solides Angebot entlastet die Strassen und stärkt damit auch die ökologische Verantwortung. Mit einer Erhöhung des Kredits fördern wir eine effiziente, umweltfreundliche Mobilität und schaffen es, eine echte Verkehrswende herbeizuführen.