Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · 2025-12-09
Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2025-12-09
Wortprotokoll
Für die Grünen ist die familienergänzende Betreuung ein zentraler Pfeiler der Familienpolitik zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, aber auch für die Chancengleichheit der Kinder. Wir sind froh, dass wir langsam auf der Zielgeraden sind in Richtung Verstetigung der Unterstützung von familienergänzender Betreuung, aber die Vorlage bleibt ein Minimum. Denken wir daran: Hintergrund ist die Kita-Initiative, die Vorlage soll ein Gegenvorschlag dazu sein, die Initiative geht aber deutlich weiter. Sie will ein genügendes und bedarfsgerechtes Angebot in der ganzen Schweiz mit einer guten Qualität der Betreuung, aber auch mit guten Arbeitsbedingungen. Die Eltern sollen mit maximal 10 Prozent belastet werden, damit die Kinderbetreuung für alle erschwinglich bleibt. Für uns sind die Minderheitsanträge deshalb sehr wichtig, verbessern sie die Vorlage doch deutlich.
Wir haben eigentlich keine Freude an diesem Zulagensystem, aber das schlucken wir. Leider ist für uns die Betreuungszulage zu tief angesetzt.
Dringend beibehalten muss die Vorlage die Qualitätskriterien. Diese werden heute leider oft nicht erfüllt. Es ist zu wenig Personal da, vor allem auch viel zu wenig ausgebildetes Personal, was wiederum gegen die Förderung der Kinder ist, vor allem im Bereich der Sprache. Wir bitten Sie deshalb, bei Artikel 13 den Antrag der Minderheit Marti Min Li anzunehmen.
Ebenfalls festhalten möchten wir bei Artikel 13 Absatz 1 Buchstabe e gemäss der Minderheit Piller Carrard. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Angebote an die Bedürfnisse der Eltern angepasst sind.
Ebenfalls festhalten möchten wir gemäss meinem Minderheitsantrag bei Artikel 13 Absatz 2, wo es um die Förderung des Potenzials der Kinder in den ersten Lebensjahren geht. [PAGE 2188] Ganz wichtig ist uns meine zweite Minderheit, bei der es um die dreifache Betreuungszulage geht, wenn ein Kind mit einer starken Behinderung in eine Kita will. Ich habe meine beiden Minderheiten bereits begründet.
Beim Bundesbeschluss 2 Artikel 1 setzen wir uns für den höheren Beitrag ein, nämlich 156 Millionen Franken. Das ist noch immer ein kleiner Betrag, geht es hier doch um insgesamt vier Jahre. Wir sollten in die Weiterentwicklung der Frühförderung investieren, kommt sie uns doch am Schluss deutlich günstiger, wenn wir das grosse Potenzial der Kinder auch gut nutzen. Es ist ein bescheidener Beitrag im Vergleich zur Chancengerechtigkeit und Chancengleichheit, die wir damit erreichen. Wir bitten Sie deshalb, auch dieser Minderheit zuzustimmen.