Stark Jakob · Ständerat · 2025-12-16
Stark Jakob · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2025-12-16
Wortprotokoll
Ich mache es ganz kurz: Ich möchte nur eine Replik auf das Votum von Herrn Kollege Rieder geben. Er hat auf die Erdbeben in Basel und Luzern hingewiesen. Hatte die Schweiz damals diese Erdbebenversicherung? Schauen Sie sich Basel und Luzern an: Sie wurden hervorragend wieder aufgebaut, sicherlich auch erdbebensicher. Und zu jener Zeit war die Gesellschaft viel weniger leistungsfähig, die Organisationen waren viel weniger entwickelt. Aber man konnte zu jener Zeit sicher sein, dass im ganzen Land in jeder Gemeinde gesammelt wurde. Diese Ereignisse konnte man also bewältigen.
Ich möchte noch einen anderen Gedanken anbringen: Was ist eigentlich das wirklich Schlimme an einem Erdbeben? Es sind die Menschenopfer, die es dann gibt. Darüber haben wir heute überhaupt nicht gesprochen. Vielleicht ist es symptomatisch für die materielle Einstellung, die wir haben. Das grosse Problem bei einem Erdbeben sind die vielen Opfer, die Verletzten und die Toten.
Herr Rieder, eigentlich müssten wir uns fragen: Was machen wir, wenn sich ein Ereignis wie damals in Basel oder Luzern ereignet? Was machen wir, damit wir all diese Verletzten sofort bergen können? Haben wir genügend Plätze und so weiter? Ich möchte mit diesem Hinweis nur sagen, wie relativ unsere Diskussion ist und dass wir angesichts dessen, was wir schon alles machen, gelassen sein können. Es ist vor allem die Verbesserung der Erdbebensicherheit, die Menschenleben rettet.
Frau Herzog, ich bin nicht dafür, dass wir einfach nichts machen; aber wir möchten die gewachsenen Strukturen belassen, weil wir sehen, dass alles andere unverhältnismässig wäre. Und nochmals: Die Menschenleben sind das Wichtigste, und diesbezüglich ist nur etwas wichtig, nämlich, dass wir erdbebensicher bauen. [PAGE 1369]