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Bortoluzzi Toni · Nationalrat · 2003-09-25

Bortoluzzi Toni · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2003-09-25

Wortprotokoll

Die Kommission hat sich in Zürich und in Lausanne mit den grösseren Vorhaben befasst und sie begutachtet. Frau Dormond Marlyse hat Sie über die Projekte in Lausanne orientiert; ich werde mich vor allem auf die Deutschschweizer Vorhaben beschränken und auf diese detaillierter eingehen.

Der Entwurf des Bundesrates umfasst einen Kredit von 313,1 Millionen Franken; der Antrag der Kommission lautet - [PAGE 1533] das können Sie der Fahne entnehmen - auf 310,4 Millionen Franken. Die Reduktion bezieht sich auf einen speziellen Anlageteil in der Eawag/Empa in Dübendorf. Dort sind insgesamt 83 Millionen Franken beantragt, wovon rund 35 Millionen auf Instandstellungen entfallen.

Wenn ich mich nun auf die grösseren Objekte konzentriere, geht es vor allem um die Bauten der ETHZ auf dem Hönggerberg: eine Neubaute für 69 Millionen Franken für Zukunftsbereiche, verbunden auch mit neuen Professuren. Das ist ein Schritt in ein hochtechnologisiertes, auf einen 24-Stunden-Betrieb ausgerichtetes Betriebskonzept. Das bedeutet die Zukunft der ETH, und dieses Gebiet wird für Zürich als neue Ausrichtung gesehen. Es geht also um Bauten, mit denen immer auch darauf abgezielt wird, die Arbeit und die wertvolle ETH-Ausbildung zu stärken und die internationale Bedeutung und den Standard zu erhalten. Das ist bei der vorliegenden ETH-Baubotschaft insgesamt festzustellen und muss unterstützt werden.

Wir beantragen Ihnen zudem, auch einen Zusatzkredit für die dritte Bauetappe am Hönggerberg zu genehmigen. Es sind 30 Millionen Franken, welche zum ursprünglich bewilligten Objektkredit von knapp 250 Millionen Franken hinzukommen. Eine aufgrund von Teuerung und Projektanpassung drohende Mehrkostensituation wurde durch die Verantwortlichen mit Verzichtplanung und Vereinfachungen etwas aufgefangen und reduziert. Es verblieben dann aber doch diese 30 Millionen Franken Zusatzkosten, die wir Ihnen zur Genehmigung beantragen.

Wir haben uns als Kommission in diesem Zusammenhang auch dafür ausgesprochen, dass aufgrund dieses Ereignisses nicht mit Reserven geplant werden soll, sondern wir plädieren für enge, präzise Kostenvoranschläge. Allfällige begründete Mehrkosten können zu einem späteren Zeitpunkt - aber eben frühzeitig - der Kommission mitgeteilt werden. Die Bauteuerung soll auch nicht vorsorglich geschätzt und in Krediten aufgenommen werden, sondern es ist möglich, sie im Nachhinein zu beantragen, wenn es begründet ist. Letztlich geht es für die KöB, die die Bauten begutachtet, darum, transparente Abläufe zu schaffen, und das haben wir mit der Neuordnung, die wir vor etwa zwei Jahren eingeführt haben, eingeleitet. Das dürfte nun nicht durch etwas spezielle Kostenvoranschläge unterlaufen werden. Aber die ETH-Verantwortlichen haben dieses Anliegen aufgenommen.

Wir haben übrigens - und das zum Schluss als Bemerkung - von dieser Baubotschaft einen sehr guten Eindruck erhalten. Wir wurden mit detaillierten Unterlagen gut bedient.

Wir beantragen Ihnen, die Kredite zu genehmigen.