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Rösti Albert · Bundesrat · 2026-03-19

Rösti Albert · Bundesrat · Bern · 2026-03-19

Wortprotokoll

Herr Nationalrat Calame äussert in seinem Postulat die Sorge um die fortschreitende Ausbreitung der Asiatischen Hornisse und die damit verbundenen ökologischen und wirtschaftlichen Schäden. Er bittet um einen Bericht zu den Schäden und um eine Prüfung der rechtlichen Möglichkeiten, um die betroffenen Imkerinnen und Imker für ihre Verluste zu entschädigen.

Der Bundesrat teilt diese Sorge, und zwar sehr stark. Bei bereits geschwächten Bienenvölkern kann die Asiatische Hornisse zum Verlust des ganzen Bienenvolkes führen. Gesunde Völker können Angriffe der Asiatischen Hornisse gemäss Expertenmeinung allenfalls verkraften. Dies erschwert die Abschätzung, welche Schäden von der Asiatischen Hornisse stammen und welche nicht. Die Honigbiene ist rechtlich zwar ein Nutztier, aber weder das Tierseuchengesetz noch das Landwirtschaftsrecht noch das Umweltrecht bieten eine rechtliche Grundlage für die Entschädigung von Imkern.

Verschiedene Massnahmen des Bundes laufen bereits. So finanziert der Bund die nationale Überwachung der Asiatischen Hornisse und unterstützt die Erforschung neuer Bekämpfungsmethoden und Ausbildungen zur Bekämpfung. Vor allem schufen wir im letzten Herbst die rechtliche Grundlage, um Biozide gegen Nester der Asiatischen Hornisse auch im Wald einzusetzen. Wir schufen diese Verordnung sehr rasch, damit diesbezüglich bereits in diesem Winter reagiert werden konnte. Der Bundesrat unterstützt also diese Massnahmen der Bekämpfung, auch im Wald, ist aber der Meinung, es brauche keinen zusätzlichen Bericht. Viel mehr können wir nicht tun. Aber wir haben diese Möglichkeiten zur Bekämpfung geschaffen, forschen weiter, unterstützen das auch und hoffen, ihr soweit möglich Herr zu werden - ganz Herr werden wir ihr nicht werden -, damit Schäden vermieden werden.

In diesem Sinn beantragt Ihnen der Bundesrat die Ablehnung des Postulates.