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Pfister Martin · Bundesrat · 2026-04-30

Pfister Martin · Bundesrat · Zug · 2026-04-30

Wortprotokoll

Der Bundesrat soll in einem Bericht darlegen, wie die Bahnverbindung Genf-Basel, die sich mit dem Fahrplan 2025 verschlechtert hatte, wieder gestärkt werden kann. Erstens sei aufzuzeigen, welche im Angebotskonzept 2035 vorgesehenen Infrastrukturmassnahmen zwingend notwendig sind und wie diese fristgerecht umgesetzt werden können. Zweitens sei zu prüfen, welche kleineren, schnell realisierbaren Massnahmen ergriffen werden können, um die Änderungen des Fahrplans 2025 zu korrigieren. Gewünscht wird eine rasche Wiedereinführung der direkten Verbindung von Genf via Neuenburg nach Basel, ohne andere nationale Angebote zu beeinträchtigen. Drittens sei zu erläutern, wie die Ausgleichsmassnahmen - etwa direkte Umstiege am selben Perron in Renens oder die Nutzung ungenutzter Gütertrassen für den Personenverkehr - gesichert, finanziert und durch vereinfachte Verfahren beschleunigt werden können. Viertens sei darzulegen, wie der Ersatz der alternden Züge auf der Jurasüdfusslinie geplant und vorgezogen werden kann.

Mit der Inbetriebnahme der Doppelspur im Laufental konnte im Dezember 2025 der Halbstundentakt zwischen Basel und Biel eingeführt werden. Jede zweite Verbindung wird bis Lausanne verlängert. Dadurch entsteht eine direkte Fernverkehrslinie von Basel über Delémont nach Lausanne mit Anschluss in Renens Richtung Genf bzw. Genf Flughafen.

Der Bahnausbau gemäss den bisherigen Ausbauprogrammen würde erheblich mehr kosten und ist so nicht finanzierbar. Daher hat der Bundesrat am 28.[NB]Januar 2026 die Eckwerte für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 [PAGE 860] (Verkehr '45) festgelegt. Er stützt sich dabei auf das Gutachten der ETH Zürich sowie auf die Einschätzungen der zuständigen Bundesämter. Das UVEK arbeitet bis Ende Juni 2026 die entsprechende Vernehmlassungsvorlage aus.

Bestandteil des Projekts Verkehr '45 ist der schrittweise Angebotsausbau in Realisierungshorizonten. Für den Horizont 2030 ist die Umsetzung einer dritten Fernverkehrsverbindung pro Stunde entlang des Jurasüdfusses vorgesehen. Die direkte Führung von Yverdon-les-Bains via Bypass bei Bussigny nach Genf ist möglich.

Bei den Beratungen der Botschaft 2023 über den Stand der Eisenbahnausbauschritte hat das Parlament im März 2024 erste Massnahmen zur Fahrplanverbesserung in der Westschweiz in den Ausbauschritt 2035 aufgenommen. Im Rahmen von Verkehr '45 wird die Zweckmässigkeit der Massnahmen überprüft; die für den Horizont 2035 notwendigen Massnahmen werden weiterverfolgt. Um der steigenden Nachfrage auf der Strecke am Jurasüdfuss gerecht zu werden, ist im Horizont 2035 eine Kombination von Ein- und Doppelstockzügen vorgesehen.

Somit sind alle in diesem Postulat aufgeworfenen Fragen im Rahmen der Vorlage zu Verkehr '45 und insbesondere in den Realisierungshorizonten 2030 und 2035 thematisiert und enthalten.

Der Bundesrat sieht daher keinen Bedarf für einen zusätzlichen Postulatsbericht und beantragt Ihnen die Ablehnung des Postulates.