AB 376671
Barandun Nicole · Nationalrat · Zürich · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2026-06-11
Wortprotokoll
Ich kann mich kurzhalten und im Wesentlichen auf die Argumente verweisen, die bereits zum Geschäft 25.093 gemacht wurden. Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP wird auch diese Vorlage unterstützen und sämtliche Mehrheitsanträge annehmen.
Vielleicht noch etwas zum Einsatz in Bosnien und Herzegowina: 2027 wird Österreich das Kommando von Eufor Althea übernehmen. In diesem Zusammenhang verstärkt Österreich sein Engagement erheblich und hat die Schweiz angefragt, ob sie sich am Unterstützungskontingent beteiligen möchte. Wir handeln also nicht im luftleeren Raum, sondern auf konkrete Anfrage eines Nachbarlandes mit ähnlichem sicherheitspolitischem Profil, das in der Region traditionell stark engagiert ist.
Noch zum Nutzen für die Schweizer Armee: Der zusätzliche Einsatz ist nicht nur ein Beitrag zur Stabilität auf dem Westbalkan, sondern auch eine Investition in die Leistungsfähigkeit unserer Armee. Aufgaben im Transport und Stabsarbeit in einem multinationalen Umfeld sind anspruchsvoll und verlangen Führung, Planung, Logistik, Koordination - genau jene Fähigkeiten, die wir auch im Rahmen einer eigenen Verteidigung brauchen. Die Erfahrungen aus anderen Missionen, allen voran derjenigen der Kfor im Kosovo, zeigen: Jeder zusätzliche Einsatz, jede neue Funktion - sei es auf Stufe Stab, sei es in logistischen Verbänden - bringt uns einen konkreten Zuwachs an Einsatzerfahrung, Interoperabilität und Materialkenntnis. Gerade für unser kleines Land ist dieser Erfahrungshorizont wichtig.
Zusammengefasst: Eufor Althea ist eine UN-mandatierte Mission zur Sicherung des Friedens in Bosnien und Herzegowina, einem Land, das stabil, aber fragil ist. Die Schweiz ist seit 2004 ein verlässlicher Partner dieser Mission. Der zusätzliche Beitrag 2027 ist zeitlich begrenzt, zahlenmässig überschaubar und sicherheitspolitisch sinnvoll.
Ich danke Ihnen, wenn Sie auf die Vorlage eintreten und die Mehrheitsanträge unterstützen.