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Müller Philipp · Nationalrat · 2004-05-07

Müller Philipp · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2004-05-07

Wortprotokoll

Ich glaube, wir sind uns einig, dass Familiennachzug von Kindern, wenn schon, möglichst in jungen Jahren geschehen sollte. Ich muss Frau Leutenegger Oberholzer energisch widersprechen, wenn sie sagt, das spiele bezüglich Integration keine Rolle. Das kann ja nicht wahr sein. Es ist doch offensichtlich, dass Kinder, die frühzeitig in die Schweiz kommen, viel einfacher und mit weniger Problemen in unsere Gesellschaftsordnung einzugliedern sind. Ich glaube nicht, dass wir uns über diesen absoluten Grundsatz weiter unterhalten müssen. Ich erinnere Sie daran, dass in diesem Haus im Zusammenhang mit der Neuregelung der Einbürgerungsgesetzgebung das Kriterium, dass fünf Jahre der Schulzeit in der Schweiz verbracht wurden, auch mit den Stimmen der SP-Fraktion als zentrales Element aufgenommen worden ist: Es ging damals um den Entscheid, wann jemand der zweiten Generation erleichtert einzubürgern ist und wann jemand der dritten Generation nach dem Prinzip "ius soli" automatisch einzubürgern ist. Man kann jetzt nicht kommen und dieses Prinzip, welches ein zentrales Element in diesem Gesetz ist, mit einem solchen Antrag wieder pervertieren. Das kann doch einfach nicht wahr sein. Das Parlament hat dieses Prinzip aufgenommen, auch im Rahmen der Berufsbildungsgesetzgebung, wo man sich klar zur Erkenntnis durchgerungen hat: wenn schon Familiennachzug von Kindern, dann bitte so früh als möglich.

Ich bitte Sie, diesen Antrag abzulehnen.

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